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Erbengemeinschaft: Muss der Kontakt aktiv gesucht werden?

28.10.2015 18:35 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Zu einer Erbengemeinschaft.

Mein Großvater ist kürzlich verstorben, laut Testament erbt mein Onkel 50 % des Erbgutes, meine Halbschwester und ich erben je 25 %, da unser Vater bereits verstorben ist. Nun ist es so, dass seit längerem kein Kontakt zwischen mir und jener Seite der Familie besteht, ich wünsche auch nicht, diesen aktiv wieder herzustellen.
Ich nehme an, dass mein Onkel derjenige sein wird, der sich darum kümmern wird, Konten aufzulösen und ggf. Immobilien zu veräußern. Bin ich nun in der Situation, dass ich an Onkel und Halbschwester herantreten muss, um meinen Erbteil einzufordern, oder sind diese wiederum verpflichtet, den Kontakt zu mir zu suchen? Das heißt, wäre es unter Umständen auch möglich, dass diese den Erlös aus Auflösung der Konten und Verkauf der Immobilie für sich behalten, wenn ich mich nicht an sie wende und meinen Anteil einfordere?

Schon einmal vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe.
28.10.2015 | 19:30

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Nach § 2038 Abs. 1 BGB steht bei einer Erbengemeinschaft die Verwaltung des Nachlasses den Erben GEMEINSCAHFTLICH zu. Jeder Miterbe ist den anderen gegenüber verpflichtet, zu maßregeln mitzuwirken, die zur ordnungsgemäßen Verwaltung erforderlich sind.

Auch über einen Nachlassgegenstand können Miterben nur GEMEINSCHAFTLICH verfügen.
Auch insoweit ist also Mitwirkung aller Miterben erforderlich.

Ein Erbteil kann auch nicht einfach eingefordert werden. Es bedarf einer Auseinandersetzung (§ 2042 BGB). Dabei sind zunächst Nachlassverbindlichkeiten zu berichtigen (§ 2046 BGB). Immobilien sind zu verkaufen (§§ 2042, 753 BGB).

Ein Überschuss ist zu verteilen (§ 2047 BGB).

2.
Ein unkorrektes Verhalten von Onkel und Halbschwester ist bei Bankguthaben und Immobilien eigentlich nicht denkbar.

Möglich wäre aber, dass etwa der Onkel vom Großvater eine über den Tod hinaus geltende Vollmacht erhalten hat und ggf. auch eine notariell beurkundete Grundstücksvollmacht hat, aufgrund dessen ohne Ihr Wissen Maßnahmen durchgeführt werden.

3.
Wie Sie sehen werden Sie auch im eigenen Interesse um ein Mindestmaß an Kontakten woh nicht herumkommen. Auch um Ihre Rechte als Miterbin wahrzunehmen, müssen Sie aktiv werden und mitwirken.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann


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