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Erbengemeinschaft Immobilie Anteil verkaufen

| 25.06.2019 22:47 |
Preis: 58,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alex Park, LL.B.


Als Mitglied einer Erbengemeinschaft von 3 Personen, will ich meinen Anteil der Immobilie verkaufen. Die Immobilie ist recht groß und alt. Der Wert ist unklar. Nun soll ein Wertgutachten erstellt werden. Die Miterben möchten, dass ich im Falle, des Nichtverkaufs meinerseits, die Kosten für das Gutachten übernehme. Dies ist für mich in Ordnung. Jedoch soll ich die Gutachterkosten ebenfalls übernehmen, wenn den Miterben das Gutachten zu hoch ist und diese nicht von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Muss ich dies akzeptieren,bzw. gibt es in diesem Fall eine gesetzliche Regelung? Wie gehe ich am besten vor?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Kostenschuldner des Gutachtens ist die Erbengemeinschaft, die diese Kosten sinnvollerweise aus dem Nachlass bezahlt. Sie können sich zur Übernahme der Kosten verpflichten, müssen dies aber nicht.

Dies ergibt sich aus § 1967 Abs. 2 BGB .

Da jeder Miterbe den Verkauf der Immobilie blockieren kann, sollten Sie dies nutzen und auf einer gemeinsamen Beauftragung des Gutachters und einer entsprechenden Übernahme der Kosten bestehen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 26.06.2019 | 23:48

Die Aussage verschafft mir keine Klarheit, denn die Erbengemeinschaft (Gegenseite) besteht auf Bezahlung des Gutachters durch mich und es geht nicht hervor, welche juristischen Möglichkeiten ich habe, diese zur Übernahme der Kosten im Falle der Ablehnung des Wertgutachtens bewegen kann. Der bennante Paragraf 1967 Absatz 2 ist für mich nicht verständlich. Ich verstehe nicht inwiefern sich aus diesem Paragraf die Verpflichtung zur gemeinsamen Kostenübernahme ableiten lässt, bzw. welche Mittel ich habe dies zu "erzwingen". Die Erbengemeinschaft ist bereit bei erfolgreichem Abschluss bzw. Verkauf die Kosten zu übernehmen, jedoch nicht, wenn ich das Gutachten ablehne. Was heißt schon "darauf bestehen", wenn die Gegenseite dies ablehnt. Gibt es einen Anspruch auf gemeinsame Übernahme der Kosten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.06.2019 | 08:17

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Gerne führe ich weiter aus. Aus § 1922 BGB habe die Erben die Gesamtrechtsnachfolge des Erblassers angetreten, bis zur Auseinandersetzung des Erbes besitzen sie die Erbmasse nach den Erbanteilen.

Daher haften die Erben auch für die Verbindlichkeiten des Nachlasses. Lässt also die Erbengemeinschaft ein Wertgutachten in Auftrag geben, so ist dies eine Nachlassverbindlichkeit. Diese ist von allen Erben zu tragen.

Die Kosten sind dann gemeinsam zu tragen, wenn die Erbengemeinschaft das Gutachten gemeinsam in Auftrag gegeben hat. Denn die Erben verwalten den Nachlass gemeinschaftlich, § 2038 BGB .

Sie alleine können mit einem Gutachterauftrag die Erbengemeinschaft nicht verpflichten, geben Sie den Auftrag alleine, müssen Sie diesen bezahlen.

Eine gemeinsame Beauftragung, die dann nicht gelten soll, wenn Ihnen das Gutachten nicht gefällt, ist nur dann möglich, wenn sie dies innerhalb der Erbengemeinschaft so vereinbaren. Der Gutachter kann trotzdem von der Erbengemeinschaft seine Vergütung verlangen.

Eine gemeinsame Kostentragung können Sie in diesem Sinne nicht erzwingen, durch den gemeinsamen Auftrag ergibt sie sich aus dem Gesetz. Sie können aber die anderen Erben nicht zwingen den Gutachter zu beauftragen.

Die Verwertung der Immobilie geht nur bei Zustimmung aller Erben. Sollten die anderen Erben der Verwertung nicht zustimmen, so wäre eine Auseinandersetzungsklage anzustreben. Im Wege dessen wäre die Immobilie auch durch einen Gutachter zu bewerten, die Kosten trägt der Nachlass.

Außerhalb des Klagewegs wäre, wie besprochen auch Ihr Druckmittel, dass Sie der Verwertung nicht zustimmen, wenn nicht alle Erben den Gutachter bezahlen. Letztendlich ist es also Verhandlungssache.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 27.06.2019 | 16:13

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