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Erbengemeinschaft- Hauszutritt


20.02.2005 11:17 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
am 21.11.2002 verstarb meine Schwiegermutter. Das vorhandene Haus erbte zu je 1/3 meine Tochter (mein Mann ist bereits verstorben; Tochter minderjährig) und 2 Schwägerinnen. Eine Schwägerin wohnt in ca. 15 km Entfernung vom geerbten Haus (M), meine andere Schwägerin (G) und ich wohnen jeweils einige 100 Kilometer entfernt. M. stimmt weder einen Verkauf zu (bereits 2 Kaufinteressenten) noch machte sie uns ein Angebot das
Haus selber zu übernehmen (das Haus steht zur Zeit leer).

Am 28.1.2004 traf sich meine Schwägerin M. mit einem Vertreter von e-on auf dessen Bitte. Dieser erklärte, dass an das bereits bestehende Erdkabel eine neue Anschlussleiste für Panzersicherung installiert werden muss. Der Einbau der neuen Anschlussleiste erfolge am 14.2.2005. Die notwendige Verbindung von der neu installierten Anschlussleiste zum alten Anschlusskasten gehen zu Lasten des Kunden, dafür ist die
Verlegung von ca. 3 Meter Kabel notwendig.
Schwägerin M. teilte uns dies mit Brief vom 16.2.05 mit (erhalten 17.2.05), Darin fordert sie uns auf,ihr mindestens zwei Kostenvoranschläge von Elektrofirmen zuzusenden.
Außerdem gibt sie die Zustimmung zum Betreten des Hauses für fremde Personen nur unter der Bedingung, dass immer einer der Erben anwesend ist. Nachdem sie bisher vor Ort war, erwartet sie dass meine Schwägerin G oder ich anwesend sind.
Einen Schlüssel zum Haus besitzen weder ich noch Schwägerin G. Nur Schwägerin M. und einen Zweitschlüssel hat sie einen Verwandten gegeben, der in derselben Strasse des geerbten Hauses wohnt (ohne unsere Zustimmung).

Meine Fragen:

-können wir Schwägerin M. dazu zwingen uns einen Schlüssel nachmachen zu lassen und uns zuzusenden (Kosten würden wir selbstverständlich übernehmen)

-können wir jemanden im Ort ohne Zustimmung von M. beauftragen sich ums Haus zu kümmern und evtl. Personen ins Haus zu lassen oder muss ein Erbe anwesend sein

- nach Entfernung der Kabel funktioniert im Haus wahrscheinlich die Heizung nicht mehr. Können wir M. für Schäden (evtl. Wasserschaden durch Frost), die durch die verspätete Mitteilung entstanden sind haftbar machen.

-Schwägerin G. und ich haben auf Girokonto der Erbengemeinschaft, von dem die Hauskosten bezahlt werden jeweils EUR 250,00 einbezahlt, M. nicht. Die Verlegung der Kabel kostet nach Auskunft einer Elektrofirma höchstens
EUR 100. Können wir von M. verlangen, den Kabelanschluss zu übernehmen, nachdem sie ihren Anteil nicht bezahlt hat.

Für die Beantwortung meiner Fragen bedanke ich mich bereits im
voraus.

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Guten Morgen,

nach dem Tod Ihrer Schwiegermutter sind Ihre Tochter, für die Sie als Sorgeberechtigte handeln sowie die beiden Schwägerinnen gemeinsam Erben geworden. Dies bedeutet, daß die Erbengemeinschaft als ganze Eigentümerin des Hauses geworden ist.

Das BGB stellt eine Reihe von Regelungen hinsichtlich der Fragen auf, wie die Erbengemeinschaft handeln kann. Grundsätzlich ist jeder Erbe selbst für die ordnungsgemäße Verwaltung des Nachlasses verantwortlich und berechtigt. In Streitfällen können die Erben über derartige Fragen abstimmen, wobei jeder Erbe entsprechend seinem Miterbenanteil Stimmanteil hat.

Dies bedeutet für Ihre Fragen:

a)
Sie haben Anspruch darauf, daß Ihre Schwägerin Ihnen einen Schlüssel für das Haus zur Verfügung stellt. Wenn diese dies nicht will, sollten Sie sich den Schlüssel aushändigen lassen und ihn selbst durch einen Schlüsseldienst nachmachen lassen.

Sie können im übrigen selbst bestimmen, wer in Ihrem Auftrage des Haus betritt. Ihre Schwägerin hat hier kein Recht, einen exklusiven Personenkreis zu bestimmen. Auch ist es rechtlich nicht erforderlich, daß jeweils ein Erbe anwesend ist.

b)
Aus der gegenwärtigen Fallgestaltung läßt sich erkennen, daß Ihre Schwägerin zumindest konkludent die Pflicht übernommen hat, auf das Haus aufzupassen, da nur Sie über den uneingeschränkten Zugang verfügt. Wenn Sie diese Pflicht aufgrund eigenen Verhaltens übernimmt, dann muß Sie auch Schäden vom Haus abwenden.

Da Ihre Schwägerin Sie verspätet über mögliche Probleme informiert hat, hat Sie sich schadensersatzpflichtig gemacht, soweit ein Schaden eingetreten ist.

c)
Im Innenverhältnis sind Sie verpflichet, die Kosten für die Unterhaltung des Hauses jeweils zu 1/3 zu tragen. Wenn Ihre Schwägerin diesen Anteil nicht trägt, haben Sie nach Zahlung einen entsprechenden Ausgleichsanspruch, den Sie gegenüber Ihrer Schwägerin geltend machen können.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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