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Erbengemeinschaft Haus

12.06.2015 10:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Moosmann


Zusammenfassung: Zur Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft bezüglich eines Hausgrundstücks.

Sehr geehrte Damen und Herren

Kurze Schilderung meines Falles
Wir leben in einem Haus mit 3 separaten Wohnungen in der einen Wohnung Mein Mann ich und unsere Kinder die andere Wohnung gehört meinem Mann seinem Bruder + derzeitige Lebensgefährtin die dritte Wohnung gehörte den Eltern von meinem Mann und seinem Bruder dieses sind jedoch seit 15 Jahren verstorben und die Wohnung steht leer
Seit 15 Jahren leben wir in einer Erbengemeinschaft da das Haus zur Hälfte meinen Mann und zu anderen seinem Bruder gehört
Die Wohnung wird seit dem Tod der Eltern nicht genutzt
Unsere Tochter möchte sich die Wohnung ausbauen jedoch möchte dann der Bruder meines Mannes das die Erbengemeinschaft aufgelöst wird und das Haus in zwei klare Hälften getrennt wird
Er würde den hinteren komplett neu ausgebauten Teil bekommen und wir den vorderen nicht ausgebauten Teil
Das wäre ziemlich ärgerlich da wir uns den hinteren Teil selbst ausgebaut haben und dann wieder von null anfangen müssten
Nur weil er sich dann benachteiligt fühlen würde (zwecks Quadratmeter Aufteilung)wenn unsere Tochter die Wohnung unten nimmt
Also meine Frage
Müssen wir auf ihn eingehen und das Haus in 2 Hälften Teilen lassen nur das sich unsere Tochter die Wohnung ausbauen kann ( die ja eh schon seit 15 Jahren ungenutzt ist ) und somit die Erbengemeinschaft auflösen oder gibt es da noch einen anderen Weg ohne das Haus komplett teilen zu müssen ?
Kann mein Mann mein meiner Tochter nicht ein 1/4 seines Erbes überschreiben und sie sich dann so die Wohnung ausbauen ?


Danke schon mal im vorraus

Lg Müller

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Wenn ich Sie richtig verstehe handelt es sich um ein Haus mit 3 Wohnungen, welches insesamt einer aus Ihrem Ehemann und seinem Bruder bestehenden Erbengemeinschaft
gehört. (§ 2032 BGB).

Bei einer Erbengemeinschaft wird der Nachlass GEMEINSCHAFTLICHES Vermögen der Erben (§ 2032 Abs. 1 BGB). Jeder Miterbe ist Miteigentümer des gesamten Grundstücks zu einem Anteil von je 1/2.

Für eine Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft gelten nach § § 2032 Abs. 2 BGB die Vorschriften der §§ 2033 bis 2041 BGB.

2.
Möglich wäre ein notariell zu beurkundender Erbauseinandersetzungsvertrag.

Ein Grundstück kann aber nicht real in zwei Teile geteilt werden. Denkbar wäre, das Grundstück durch Teilungserklärung in Eigentumswohnungen umzuwandeln und dann die Eigentumswohnungen zu verteilen.

3.
Auf den Vorschlag seines Bruders muss sich Ihr Ehemann natürlich nicht einlassen und er wäre aus den genannten Gründen auch nicht realisierbar, weil das Grundstück nicht in 2 Teile geteilt werden kann.

4.
Andererseits hat Ihre Tochter derzeit keinerlei Rechte, eine Wohnung für sich auszubauen. Von solchen Maßnahmen ist dringend abzuraten.

5.
Nach § 2033 Abs. 1 BGB kann jeder Miterbe über seinen Anteil am Nachlass verfügen.

Ihr Ehemann könnte daher auch 1/4 des Nachlasses auf die Tochter übertragen.

Damit wäre aber nichts gewonnen, weil die Erbengemeinschaft fortbestünde.

Nach § 2032 Abs. 1 BGB steht die Verwaltung des Nachlasses den Erben GEMEINSCHAFTLICH zu. Nach § 745 Abs. 1 BGB kann durch Stimmenmehrheit eine Verwaltung beschlossen werden.

Eigenmächtiges Vorgehen sollte aber vermieden werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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