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Erbengemeinschaft / Erbteilsübertragung


08.01.2006 21:03 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

-Zu welchen Teilen erben meine Mutter und wir zwei Brüder (Vater verstarb 1996 ohne Testament)ein Einfamilienhaus,das von unserer Mutter z.Z. bewohnt wird? Grundbucheintragung von allen liegt vor.
-Ich habe im Haus eine Einliegerwohnung ( 2 Zimmer,Bad und Küche )für ca.10.000 € auf eigene Kosten eingebaut und hatte vor, dort zu wohnen.Ich wohne aber mit meiner Familie außerhalb in einer Mietwohnung und möchte dort nicht mehr einziehen.
Mein Bruder mit Familie möchte jetzt zur Mutter in unser Haus ziehen und würde dann auch die von mir ausgebaute Wohnung nutzen wollen.
Habe ich Anspruch auf Wertausgleich für die Werterhöhung des Hauses durch den Einbau?
Und wie kann ich jetzt mein Erbteil einfordern?
Ich möchte auch aus dem Grundbuch ausgetragen werden.
08.01.2006 | 21:56

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben summarisch beantworten möchte.

1. Quote
Grundsätzlich ist es so, dass die Ehefrau neben den Kindern zu einem Viertel am Nachlass beteiligt wird, §§ 1931, 1924 Abs. 1 BGB. Soweit die Eheleute im Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben, erhöht sich nach § 1371 Abs. 2 BGB der Erbteil pauschal auf ein Halb (soweit der Zugewinn nicht konkret ermittelt wurde, was selten vorkommt auch wegen erbschaftssteuerlicher Nachteile). Insoweit ist die Quote demnach Tatfrage, im Zweifel also ½ der Mutter und jeweils ¼ der Kinder.

2. Erbteil einfordern
Sie müssten auf Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft klagen. Dann wären Sie wertmäßig auszubezahlen. Die Auseinandersetzung bei Immobilien erfolgt in Form der Teilungsversteigerung. Danach wären Sie dann auch aus dem Grundbuch ausgetragen

3. Wertersatz
Sie könnten insoweit Verwendungsersatz für die Einbauten geltend machen. Eine notwendige Verwendung nach § 994 BGB liegt (da nicht dem Erhalt der Sache dienlich) nicht vor.
Auch § 996 BGB (nützliche Verwendung) greift hier nicht, da die Vorschrift beim berechtigten Fremdbesitz nicht greift. Insoweit wäre natürlich auch zu prüfen, welchen Absprachen der Einbau zugrunde liegt. Danach, ggf. unter Berücksichtigung einer ungerechtfertigen Bereicherung, wäre Nutzungsersatz möglich. Allerdings setzt dies voraus, dass eine Bereicherung der restlichen Eigentümer gegeben wäre, was Tatfrage ist bei derartigen Einbauten (Gegenbehauptung: „So ist die Einrichtung etc. für uns wertlos“), die ja zunächst auch für Ihre Bedürfnisse gestaltet wurden.

4. Fazit
Sinnvoll wäre insgesamt, eine vertragliche Auseinandersetzung herbeizuführen, da die Teilungsversteigerung für alle Seiten unvorteilhaft und mit finanziellem Verlust verbunden wäre. Insoweit könnte dann auch eine interessengerechte Abgeltung der Wohnungseinbauten vorgenommen werden.

Ich hoffe, dass Ihre Frage zur Zufriedenheit beantwortet wurde. Ansonsten stehe ich für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung.

Ist eine weitere Vertretung durch mich gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

Burgwedel, den 08.01.2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 11.01.2006 | 20:38

Mein Bruder möchte in das Haus einziehen.Für sich und seine Familie ist nicht außreichend Platz vorhanden und daher möchte er meine Einliegerwohnung mitbeziehen.Darf er das ohne mein Einverständnis und wie kann ich dagegen vorgehen,falls er dennoch einzieht ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.01.2006 | 21:06

Sehr geehrte Dame

natürlich darf er das nicht, da hier noch immer eine ungeteilte Erbengemeinschaft vorliegt, in welcher nicht nach Gutdünken einzelne über die Vermögensgegenstände verfügen dürfen; sollten sie sich so nicht einigen können, bleibt Ihnen nur, die Auseinandersetzungen im Rahmen der Zwangsversteigerung zu betreiben. Bis dahin können Sie natürlich eine entsprechende Nutzung gerichtlich vorbeugen. Sie sollten unbedingt einen erbrechtlich orientierten Anwalt Ihres Vertrauens mit der weiteren Vertretung betrauen. Soweit gewünscht, stehe ich dafür gerne zu Verfügung.

Hochachtungsvoll

Hellmann
- Rechtsanwalt-

ANTWORT VON

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