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Erbengemeinschaft / Erbteilsübertragung


| 06.04.2005 19:22 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Mein Vater ist im Jahr 1964 verstorben. Gesetzliche Erbfolge ist eingetreten.3/6 des Hausgrundstücks gehört meiner Mutter, je 1/6 den drei Kindern. Jetzt ist die Mutter pflegebedürftig im Pflegeheim und steht unter Betreuung.
Ich bin als Tochter die Betreuerin für die Vermögensangelegenheiten. Um die Pflegekosten weiterhin bezahlen zu können, muss das Hausgrundstück entweder verkauft werden oder 1 Kind ( in diesem Fall mein Bruder ) übernimmt das Haus. Es hat einen Wert von ca. 60.000,-- Euro.

Meine Frage: Wie ist die rechtliche Lage, wenn mein Bruder das Haus übernehmen will? Wie ist die kostengünstigste Lösung in Bezug auf Notarkosten, Erbteilsübertragung oder Kaufvertrag ? Wie verhält es sich mit der Abfindung an meine Mutter und an die 2 Geschwister?

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nun zu Ihren Fragen im Einzelnen:

1)
Da Ihr Bruder selbst der Erbengemeinschaft angehört und diese noch nicht geteilt ist, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Zum Einen kann der Bruder die Anteile der einzlnen Erben abkaufen. Dabei hätte er an jeden der Erben den jeweiligen Wert des anteiligen Grundstückes zu zahlen.

Er wird damit Alleineigentümer des Grundstücks.

Dies kommt einer Erbteilsübertragung gleich, denn auch bei dieser geschieht nichts anderes, als dass der Erbe seinen Erbteil an einen Dritten veräußert.

Ein Miterbe kann auch aus einer Erbengemeinschaft, zu der ein Grundstück gehört, formfrei im Wege der Abschichtung ausscheiden.
Er erhält dann von den anderen Erben eine Abfindung.
Ob seine Abfindung aus dem Nachlass oder aus dem Privatvermögen des (oder der) anderen Erben geleistet wird, ist für die Formbedürftigkeit des Ausscheidens nicht von Bedeutung.

2)
Die Notarkosten richten sich in jedem Fall nach dem Wert des zu übertragenden Grundstücksanteils. Dabei stehen sich Erteilsübertragung und Kauf gleich, denn es geht in beiden Fällen um die gleichen Grundstücksanteile.

3)
Ihrer Mutter und den anderen 2 Geschwistern steht der Wert des anteiligen Grundstückes zu. 3/6 von 60.000 Euro für die Mutter und jeweils 1/6 von 60.000,- Euro für die beiden Geschwister.

Insgesamt hätte der Bruder also 5/6 von 60.000,- Euro zu zahlen.

Ihre Mutter hat übrigens das Recht, die Teilung der Erbengemeinschaft zu verlangen. Sollte eine einvernehmliche Teilung dabei nicht möglich sein, müsste das Haus zwangsversteigert und der Erlös entsprechend den Erbteilen aufgeteilt werden. Dies ist aber die verlustreicheste Variante, da bei Zwangsversteigerungen meist nur geringe Kaufpreise erzielt werden.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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