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Erbengemeinschaft & Besichtigungstermine für Haus


| 27.06.2005 18:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Es geht um eine Erbengemeinschaft mit meiner Schwester die ein Grundstück mit einem Einfamilienhaus beinhaltet.
Wir sind uns eigentlich einig, daß wir das Haus verkaufen wollen. Dazu ist es auch notwendig, dass Interessenten das Haus besichtigen dürfen. Leider hält es meine Schwester nicht für notwendig solche Termine mit mir abzustimmen und hält es auch nicht für notwendig dass ich bei den Terminen dabei bin.

Darf meine Schwester ohne meine Zustimmung - bzw. gegen meinen ausdrücklichen Willen nicht zu Ihrem Haushalt gehörende Personen durch das Objekt führen - bzw. wie kann ich erwirken, dass es nur mit meiner ausdrücklichen Zustimmung geschieht und nur dann, wenn ich auch zu dem Termin anwesend sein kann.

Mit freundlichen Grüßen
27.06.2005 | 19:13

Antwort

von


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82234 Weßling
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Schilderung wiefolgt beanworten möchte:

1.Ich gehe davon aus, dass Sie beide die einzigen Erben hinsichtlich des Hauses sind.

2. Rechtslage
Grundsätzlich steht die Verwaltung des gemeinschaftlichen Gegenstands den Teilhabern gemeinschaftlich zu.

Dieser Grundsatz wird durchbrochen durch das Recht jedes einzelnen Teilhabers, eine dem Interesse aller Teilhaber entsprechende Verwendung und Benutzung zu verlangen ( 745 Abs. 2 BGB).

Das heißt für Sie, dass Sie das Recht haben, von Ihrer Schwester informiert zu werden, wenn Sie Besichtigungstermine ansetzt und dass Ihre Schwester die Termine mit Ihnen abstimmen muß.
(Da Sie beide für den Verkauf des Hauses sind, heißt das auf der anderen Seite, dass Ihre Schwester auch in Ihrem Interesse handelt, wenn sie das Haus an Interessenten herzeigt).

2. Durchsetzung

Sie haben die Möglichkeit, im Wege der Leistungsklage eine entsprechende Regelung zu erhalten, dass nur in beiderseitiger Anwesenheit Besichtigungstermine stattfinden dürfen, § 745 Abs.2 BGB.
Da Sie beide einig sind, dass das Haus verkauft werden soll, könnte es aber passieren, dass die Klage als unbegründet abgewiesen wird, wenn Sie nicht gravierende Gründe vortragen können, warum die Termine in Ihrer Anwesenheit zu erfolgen haben. Denn Ihre Schwester handelt grundsätzlich in Ihrem Interesse, indem sie das Haus möglichen Interessenten zeigt.

Ganz grundsätzlich ist fraglich, ob das Urteil - für den Fall, dass Ihnen ein positives Urteil erteilt wird- für Sie hilfreich ist.
Denn bei Verstoß gegen das Urteil müßten Sie es im Wege der Zwangsvollsteckung gegen Ihre Schwester durchsetzen.

Im Hinblick auf die noch bevorstehende Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft ist dieses Vorgehen nur zu empfehlen, wenn Sie gravierende Gründe haben, die dafür sprechen, dass alle Termine in Ihrer Anwesenheit erfüllt werden müssen.

Ich würde Ihnen daher empfehlen, auf gütlichem Wege eine Einigung mit Ihrer Schester zu finden.

Leider habe ich keine besseren Nachrichten.
Ich hoffe, ich haben Ihnen trotzdem weiterhelfen könnnen.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

www.anwaeltin-heussen.de



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"Da gehen die Meinungen ziemlich weit auseinander. Die Sichtweise, daß meine Schwester ja schließlich meine Interessen vertritt - naja - eben Ansichtssache... Aber dies ist eben schwer zu beurteilen so aus der Ferne... "
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Da gehen die Meinungen ziemlich weit auseinander. Die Sichtweise, daß meine Schwester ja schließlich meine Interessen vertritt - naja - eben Ansichtssache... Aber dies ist eben schwer zu beurteilen so aus der Ferne...


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