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Erbengemeinschaft, Instandhaltung von Haus

21.01.2008 15:18 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Hallo,
mein Bruder und ich haben vor ca. 15 Jahren das Elternhaus 50:50 geerbt.
Ich habe dieses genutzt und renoviert. Ich habe insbesondere vor 15 Jahre erhebliche Kosten für die Instandsetzung aufgewendet.

Jetzt wurde es versteigert. Der Erlös ist beim Gericht hinterlegt.
Mein Bruder verlangt jetzt Zustimmung zur 50:50 Teilung und will notfalls klagen.
Ich mache eine hohe Forderung für die Instandhaltung geltend, die ich vorab haben möchte. Er meint, die Forderungen wären bereits verjährt und außerdem müsste ich Miete zahlen. Ich darf daher die Freigabe nicht verzögern. Wann verjähren meine Ansprüche ? Muss ich wirklich an meinen Bruder Miete bezahlen ? Er wollte das Haus nie nutzen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

abgesehen davon, dass vorliegend etwaige Erstattungsansprüche verjährt sein dürften, stellt sich die Frage, ob überhaupt jemals welche bestanden.

Sofern Sie mit Ihrem Bruder eine Immobilie geerbt haben, bilden Sie beide gemeinsam eine sog. Erbengemeinschaft. Diese soll nun nach 15 Jahren (endlich) auseinandergesetzt werden.

Grundsätzlich steht den Miterben einer Erbengemeinschaft die Verwaltung des Nachlasses gemeinschaftlich zu. Daher stellt sich die Frage, was Sie unter Instandhaltung verstehen.

Jeder Miterbe darf ggf. Aufwendungen tätigen für die notwendige Instandhaltung, z.B. dringend notwendige Erhaltungsmaßnahmen, ohne den anderen vorab zu Fragen.

Nach Ihrer Schilderung wohnen Sie aber wohl in dem Objekt. Daher wäre zu fragen, ob es sich vorliegend um "notwendige" Instandhaltungsmaßnahmen handelte oder einfach um Modernisierungsmaßnahmen, welche in erster Linie Ihnen zu Gute gekommen und damit ohne Absprache mit dem Miterben auch nicht erstattungsfähig sind.

Selbst wenn man aber davon ausgehen würde, dass die Instandhaltungsmaßnahmen grundsätzlich erstattungsfähig wären, so gäbe es zwei erhebliche Probleme, zum einen wäre wohl davon auszugehen, das vorliegend Verjährung eingetreten ist und zum anderen wäre es auch sehr schwierig, einen möglichen Ertattungsbetrag zu errechnen. Dies würde zumindest umfangreiche (und damit teure) Sachverständigengutachten erfordern.

Ich weise darauf hin, dass die vorstehenden Ausführungen nur aufgrund einer summarischen Prüfung Ihrer Angaben beruhen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.01.2008 | 16:17

Danke für die Antwort, aber wann verjähren denn meine Ansprüche ? Ich habe in den letzten 3 Jahren immer noch die Heizkosten bezahlt. Da wurde das Haus schon nicht mehr benutzt.
Die Arbeiten am Dach waren vor 10 Jahren.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.01.2008 | 10:53

Sofern ein Anspruch besteht, würde dieser in der Regelverjährungsfrist von 3 Jahren verjähren.

Möglicherweise könnten Sie die Heizkosten noch verlangen.

Ich weise darauf hin, dass zu einer abschließenden Beurteilung in dieser Angelegenheit eine konkrete und umfassende Sachverhaltsprüfung notwendig ist, welche nur bei einem Anwalt vor Ort erfolgen kann. Nach der bisherigen Beurteilung würde ich die Erfolgsaussichten für Sie allerdings eher gering einschätzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller

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