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Erben/Schlüssel

19.10.2016 18:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Kevin Winkler, LL.M. (AUS)


Guten Tag
Mein Problem,meine Mutter ist 2013 verstorben.Mein Vater und Ich haben bis 2016 01.09.2016 im Haus gelebt.Aber jetzt muss es Verkauft werden weil die Kinder meiner Mutter ihr Erbe verlangen.Mein Vater Sitzt im Rollstuhl,und da war es schwer einen Rollstuhl gerechte Wohnung zufinden.Wir sind dann dann entgültig zum 20.09.2016 in die,neue Wohnung gezogen.Ich muss das Haus noch ausräumen bevor es Verkauft werden kann.Auf den Haus liegen noch 66000Euro Schulden,die mein Vater und Ich seidt 2013 alleine Bezahle bis jetzt 22000Euro .Die anderen Miterben bezahlen nix dazu.Kann mann von den Miterben ihren Teil von den Kreditraten einfordern auch rückwirkend??Die Mieterben haben sich einen Anwalt genommen,der jetzt Schlüssel für das Haus verlangt,aber wir zahlen die raten alleine??Muss den Schlüssel rausrücken ??Denn der Gemeinschafterbschein wurde vom Amtgericht wieder eingezogen,weil fehler mit flaschen Daten drinen standen.Und der neue der Ausgestellt werden sollte,hat der Antragsteller beim Amtsgericht mit falschen Nachnamen unterschrieben??Für mich nicht Gültig!!Also ist kein Erbschein da,dann muss doch auch nicht den Schlüssel raus rücken.Mfg Ra

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Erben mehrere Hinterbliebene eine Immobilie, wie in Ihrem Fall ein Haus, bilden alle Erben gemäß § 2032 Absatz 1 BGB eine Erbengemeinschaft. Die vererbte Immobilie wird gemeinschaftliches Eigentum der Miterben. Rechtlich bilden die Erben eine Gesamthandsgemeinschaft, denen ein bestimmtes Vermögen gemeinschaftlich zusteht, und zugleich eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Daraus begründen sich für den einzelnen Erben nicht nur Rechte am Nachlass, sondern auch Pflichten, die sofort nach Eintritt des Erbfalls entstehen. Die Erben treten nämlich in die Stellung des Erblassers mit allen Rechten aber eben auch Pflichten ein. Die Kosten für Verpflichtungen aus der Immobilie werden dabei grundsätzlich auf alle Mitglieder der Erbengemeinschaft umgelegt. Das bedeutet, dass grundsätzlich sich alle Mitglieder der Gemeinschaft auch an den Kosten, wie z.B. Schuldentilgung, beteiligen müssen. Diese Beteiligung kann grundsätzlich auch eingefordert werden. Unabhängig davon ist die Zugangsberechtigung zu der ererbten Immobilie zu sehen. Da alle Erben eine Berechtigung an der Immobilie haben, ist grundsätzlich auch allen Erben auf deren Verlangen Zugang zu der Immobilie zu verschaffen bzw. zu ermöglichen. Dies auch vor den Hintergrund, dass die Miterben nur gemeinschaftlich über Nachlassgegenstände verfügen können (§ 2040 Absatz 1 BGB). Daher ist z.B. auch Einstimmigkeit der Miterben bei der Immobilienveräußerung erforderlich. Jeder einzelne Miterbe kann somit einen Hausverkauf verhindern.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.10.2016 | 19:35

Ich kann dann auch von 2013 bis 2016 ,die Raten auch wenn wir das Haus noch bewohnt haben von den Miterben einfordern??Und ich muss den Schlüsse raus geben,auch ohne das Sie monatlich mit Zahlen für den Kredit??Ich habe im Haus noch meine Persönlichen sachen,und würde noch 3Wochen benötigen diese abzuholen.Da es jetzt ja keinen Gemeinschafterbschein gibt,die Schlüsselübergabe zuverweigern bis Erbschein da ist???

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.10.2016 | 19:54

Grundsätzlich sind alle Mitglieder der Erbengemeinschaft an etwaigen Maßnahmen hinsichtlich der Erhaltung und Kostentragung zu beteiligen. Entsprechende Kosten, die zunächst nur von Ihnen alleine getragen worden sind, sind damit auch grundsätzlich anteilig von den übrigen Mitgliedern der Erbengemeinschaft einzufordern. Ggf. ist im Fall des Bewohnens der fraglichen Immobilie der erzielte Wohnnutzen im Rahmen ersparter Aufwendungen zu berücksichtigen und in Abzug zu bringen. Solange die Immobilie von Ihnen bewohnt wird, ist grunsätzlich ein kontrollierter Zugang ausreichend. sie müssen damit bis zu Ihrem endgültigen Auszug keinen freien Zugang zu den von Ihnen bewohnten Räumlichkeiten gewähren.


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