Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erben unter Lebenspartnern

| 06.04.2009 20:12 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


21:15
Mein Lebensgefährte hat sich zur Hälfte an meiner Eigentumswohnung
beteiligt. Er möchte jetzt als Miteigentümer in das Grundbuch eingtragen werden. Ich habe 1 Kind, er 2 . Wir möchten uns gegenseitig als Erbe der Wohnung eintragen lassen, damit der Hinterbliebene bis an sein Lebensende in der Wohnung bleiben kann. (Wohnrecht auf Lebenszeit )
Danach sollen die Kinder die Wohnung erben.

1. Reicht dafür ein gemeinsames Testament oder bedarf es der notariellen Eintragung im Grundbuch ?

2. Können unsere Kinder nach dem Tod eines Partners, ihren Erbteil einklagen ?


Vielen Dank
06.04.2009 | 21:01

Antwort

von


(1706)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Ein gemeinschaftliches Testament ist nur Ehegatten oder gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften vorbehalten.

Personen, die nicht miteinander verheiratet sind, also auch Verlobte oder Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, müssen entweder vor einem Notar einen Erbvertrag oder jeder für sich getrennt ein (einseitiges) Testament errichten. Wird die Form des Erbvertrags gewählt, so kann eine dem gemeinschaftlichen Testament ähnliche Bindungswirkung in dem Sinne erreicht werden, dass Sie sich jeweils als Alleinerben einsetzen können, so wie Sie es wünschen.

Eine Eintragung in das betreffende Grundbuch ist bei einer Aufteilung des Eigentums zwischen Ihnen und Ihrem Lebenspartner bei der dadurch erfolgenden Begründung von Miteigentum möglich. Jedenfalls ist aber auch ansonsten, also dann beim Erstversterben des einen Lebenspartners der jeweils andere (spätestens) als Erbe und damit Volleigentümer der Wohnung in das Grundbuch einzutragen - je nachdem wie Sie sich entscheiden.

Es würde daher auch ein gegenseitiger Erbvertrag vor einem Notar ausreichen, ohne dass es dann eben zusätzlich einer Eintragung des Miteigentümers in das Grundbuch auf notwendiger notarieller Grundlage bedarf.

Insoweit ist es auch möglich, im Erbvertrag Ihre jeweiligen Kinder als Nacherben einzusetzen:
Der Erblasser kann einen Erben in der Weise einsetzen, dass dieser erst Erbe wird, nachdem zunächst ein anderer Erbe geworden ist (Nacherbe).

Erbvertraglich ließe sich z.B. vereinbaren, dass beim Tod des erstversterbenden Lebenspartners, dessen Kinder auf Ihren Pflichtteilsanspruch (Hälfte des gesetzlichen Erbteils) verzichten, schließlich würden sie letztendlich als Nacherben profitieren oder z.B. als Ausgleich ein Vermächtnis bezüglich eines Geldbetrages oder eines einzelnen Nachlassgegenstandes erhalten.

Nur diesen Pflichtteilsanspruch können die Kinder geltend machen, wenn Sie sich gegenseitig als Alleinerben einsetzen. Genauso können sie aber auch (zwingend wegen der Bedeutung vor einem Notar zu erklären, was dann im Rahmen der Vereinbarung des Erbvertrages geschehen könnte) vorab auf die Geltendmachung verzichten (sogenannter Pflichtteilsverzicht).
Sollten sie - die Kinder - dazu nicht bereit sein, dann ist eine klageweisende Geltendmachung jedenfalls des Pflichtteils durch die Abkömmlinge möglich, nicht aber hinsichtlich deren vollen Erbteils.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen und Ihnen eine Entscheidungshilfe gegeben zu haben.


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 09.04.2009 | 20:47

Fällt bei einem gegenseitigen Erbvertrag unter Lebenspartnern, auch eine Erbschaftssteuer an ????

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.04.2009 | 21:15

Sehr geehrte Fragestellerin,

auch der Vorerbe wird beim Todesfall des Erstverstorbenen wie ein anderer Erbe in steuerrechtlicher Hinsicht behandelt, nur für Ehegatten u. gleichgeschlechtliche Partner bestehen steuerliche Besonderheiten, gegebenenfalls Vergünstigungen je nach Güterstand.

Der Vorerbe hat die durch die Vorerbschaft veranlaßte Steuer aus den Mitteln der Vorerbschaft zu entrichten.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.04.2009 | 20:45

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnelle und kompetente Antwort, vielen Dank"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Daniel Hesterberg »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 09.04.2009
4,2/5,0

Schnelle und kompetente Antwort, vielen Dank


ANTWORT VON

(1706)

Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Baurecht, Verwaltungsrecht, Ausländerrecht