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Erben trotz Pflichtanteilsnahme

07.02.2008 15:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Mein Vater hat nach dem dem Tod meiner Mutter noch einmal geheiratet und mit seiner zweiten Frau ein sogenanntes "Berliner Modell" hinsichtlich des Erbes abgeschlossen. Beim Tod meines Vaters vor 10 Jahren haben meine Schwester und ich auf die Auszahlung des Pflichtanteils bestanden und von der zweiten Frau auch erhalten. Wir haben ihr mitgeteilt, dass sie meine Schwester und mich aus der Erbfolge entlassen kann, da sie selbst noch zwei eigene Töchter aus erster Ehe hat. Nun ist auch die zweite Frau gestorben und ich habe eine Mitteilung des Amtsgerichts bekommen, dass ich nunmehr zum Erben berufen wurde. Das Amtsgericht möchte jetzt wissen, ob ich das Erbe annehme. Ich habe vor das Erbe anzunehmen, da es auch um das mehr ideelle Erbe geht und anzugeben, dass ich bereits das Pflichtanteil von meinem Vater erhalten habe. Ist dies korrekt oder muss ich das Erbe ausschlagen.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Vorausschicken möchte ich zusätzlich, dass die folgende Antwort in Unkenntnis des Testamentstextes erstellt wird. Eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes ist nur unter Einbeziehung des gesamtes Testamentes möglich.

Handelt es sich um ein klassisches Berliner Testament sind die Schlusserben von der Erbfolge nach dem Erstverstorbenen ausgeschlossen. Dennoch konnten Sie als Kind des Erstversterbenden von dessen Ehefrau Ihren Pflichtteil fordern.

In der Geltendmachung des Pflichtteils ist jedoch kein Verzicht auf die Schlusserbschaft oder gar deren Ausschlagung zu erkennen.

Jedoch ist es den Testierenden unbenommen, die Geltendmachung des Pflichtteilsanspruches zu sanktionieren. Eine solche Regelung müsste dem Testamentstext entnommen werden können, welchen Sie dahingehend überprüfen sollten.

Die Ausschlagung der Erbschaft erfolgt als Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht. In Ihrer Entscheidung diesbezüglich sind Sie frei. Insbesondere sind Sie auf Grund der Geltendmachung Ihrers Pflichtteilsansprüches hinsichtlich des Erbfalls bezüglich Ihrers verstorbenen Vaters nicht zur Ausschlagung verpflichtet.

Daher sollten Sie, nachdem Sie sich einen Überblick über den Nachlass verschafft haben, innerhalb der gesetzlichen Frist die Erbschaft annehmen oder ausschlagen.


Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen eine Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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