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Erben ohne Testament Grundschuld


28.12.2017 15:55 |
Preis: 63,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle



Der Erblasser ( E) ist am 01.12.2017 verstorben. (Ledig/ Wittwe)

(E) hatte zwei Söhne. (A) und (B).

A ist bereits am 01.08.2017 verstorben. Und hinterlässt drei Töchter A1, A2, A3.
Der Erblasser E hat den Sohn A zu Lebzeiten eine Grundschuld auf das Haus des E eintragen lassen
um die Kredite das A abzusichern. ( Wert 400.00 €)

B möchte auf sein Erbe zugunsten seiner Kinder B1 und B2 verzichten.

Neben dem Haus sind noch einige Sparbücher vorhanden. Wert 1.000.000 €


Wer erbt zu welchen Teilen ohne Testament?
Insbesondere wie wie die Grundschuld vererbt/ verteilt?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Nach der gesetzlichen Erbfolge wird E von Ihren Kindern bzw. den Kindeskindern usw. beerbt.
Die Erbteile richten sich nach den Stämmen, also der Anzahlt der Abkömmlinge 1. Grades. A und B bilden also hier 2 Stämme und würden hier jeweils 50% Erbquote erhalten.

Da A hier drei Abkömmlinge hinterlässt steht diesen jeweils ein Drittel des o.g. hälftigen Erbes zu. Ihre Erbquote beträgt demnach 1/6 des Nachlasses.

B darf keineswegs auf sein Erbe hier verzichten, sondern sollte dies hier nur ausschlagen, so dass seine Abkömmlinge B1 und B2 überhaupt noch ein Erbe nach der E antreten können.
Da diese Erklärungen vor dem Nachlassgericht bzw. einem Notar Ihrer Wahl abgegeben werden müssen sollten Sie eindeutig erklären, was tatsächlich von B gewollt wird. Für die Ausschlagung des Erbes hat der B jedoch nur 6 Wochen seit Kenntnis seiner Berufung zum Erben Zeit. Danach ist er Erbe und kann nur noch zusammen mit den übrigen Erben einstimmig über den Nachlass verfügen.

Nun zu Ihrem eigentlichen Anliegen.
Vererbt wird stets der gesamte Nachlass, mit sämtlichen Vermögen und Verbindlichkeiten an alle Erben gemeinsam. Es entsteht hier bei mehreren Erben von Gesetzes wegen eine Erbengemeinschaft.
Das problematische an einer Erbengemeinschaft ist, dass jedem Miterben der gesamte Nachlass gehört, welcher jedoch mit einem inhaltsgleichen Recht der übrigen Miterben belastet ist. Daher nennt man die Erbengemeinschaft auch Gesamthandsgemeinschaft.

Soweit alle Nachlassverbindlichkeiten (Schulden des Erblassers, Erbfallverbindlichkeiten, Vermächtnisses, Pflichtteile etc.) aus dem Nachlass getilgt worden sind, steht einer Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft, also der Teilung des verbliebenen Nachlasses an die Miterben entsprechend ihrer Erbquoten fast nichts mehr im Wege.

Soweit der Nachlass hier noch nicht teilbare Sachen, wie Grundstücke, Bilder, Münz- und/oder Briefmarkensammlungen etc., enthält, müssen diese erst durch Verkauf in teilbare Sachen, sprich Geld, umgewandelt werden.
Dieser Weg kann aber auch durch Einigung unter den Miterben über die Verteilung der einzelnen Nachlasswerte durch Erbauseinandersetzungsvertrag oder Abschichtung vermieden werden.

Die Grundschuld, der Name sagt es schon, ist eine Schuld die an der Immobilie hängt. Und dass sogar ohne einen Bezug zu dem Grund der Absicherung. Einzig der Besicherungsvertrag und dessen Erfüllung schützt den/die Eigentümer der Immobilie, dass der Berechtigte aus der Grundschuld tätig werden und hieraus in das Grundstück vollstrecken kann.
Insoweit wäre zunächst die Belastung durch Tilgung des besicherten Kredits zu tilgen, so dass aus der Fremdgrundschuld eine Eigentümergrundschuld werden kann.

Aber insoweit erben hier auch B1 und B2 (wenn B sein Erbe rechtzeitig ausschlägt) ein belastetes Grundstück, wie es auch E inne hatte.
Wenn sich die Miterben untereinander in der Phase der Erbauseinandersetzung nicht einig werden können. Haben diese die Möglichkeit hier eine Teilungsversteigerung beim zuständigen Gericht zu beantragen. Ein solches Verfahren ist mit entsprechenden Kosten und ggf. je nach der Belegenheit der Immobilie mit geringeren Ertragsmöglichkeiten als bei der freihändigen Veräußerung verbunden.


Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe mit

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen


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