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Erben nach zweiter Ehe


15.03.2007 13:25 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Wir sind in zweiter Ehe verheiratet.
Mein Mann war Witwer und hat seinem Sohn das Erbteil seiner Mutter nach deren Tod ausgezahlt.
Ich bin geschieden und habe zwei Söhne. Alle Kinder sind längst wirtschaftlich selbständig.
Als wir heirateten, hatten wir Erspartes in etwa gleicher Höhe.
-Sollten wir z. B. durch Unfall beide zugleich sterben, wer bekommt was?
-Stirbt ein Ehepartner- was bekommt der Letztlebende?
-Können wir Andere als die gesetzlichen Erben durch ein Vermächtnis oder eine Verfügung bedenken? Wer setzt das durch?
-Sollten wir ein Testament machen (welches), obwohl wir keine Reichtümer hinterlassen werden?
Wir wünschen uns lediglich, dass es keinen Streit geben soll.

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

1.)
Im Fall der gesetzlichen Erbfolge gilt Folgendes:

• Sterben Sie zuerst, dann erbt Ihr Mann die Hälfte (bei Zugewinngemeinschaft) und Ihre beiden Söhne jeweils ein Viertel. Der Sohn Ihres Mannes erbt nur dann, wenn Sie ihn adoptiert oder testamentarisch bedacht haben, ansonsten erbt er nichts.
• Stirbt Ihr Mann zuerst, erben Sie und der Sohn Ihres Mannes jeweils die Hälfte. Ihre beiden Söhne erben nichts.
• Sterben Sie beide zeitgleich (in derselben Sekunde), dann erben Ihre beiden Söhne von Ihnen jeweils die Hälfte und der Sohn wird Alleinerbe Ihres Mannes.

2.)
Durch die Anordnung eines Vermächtnisses in einem Testament kann man auch einer anderen Person einen bestimmten Vermögensgegenstand zuwenden. Der Bedachte wird in diesem Fall nicht Erbe, sondern hat als sog. Vermächtnisnehmer eine Forderung gegen den oder die gesetzlichen Erben.

3.)
Im Fall der gesetzlichen Erbfolge (siehe oben) entsteht eine Erbengemeinschaft zwischen dem überlebenden Elternteil und den Kindern des verstorbenen Elternteils.
Das kann ggf. zu Missverständnissen und Problemen führen, wenn z. B. irgendwelche Entschei-dungen getroffen werden müssen.
Wollen Sie sich vor einer solchen Situation schützen, ist eine gemeinsame Testamentserrichtung (Ehegattentestament) erforderlich. Sehr beliebt ist hier immer noch das sog. „Berliner Testament“, wonach die Ehepartner sich gegenseitig zunächst zu alleinigen Erben einsetzen und die Kinder zu Erben (Schlusserben) des Längerlebenden.
Da nach Ihrer Aussage auch keine Reichtümer hinterlassen werden, ist dieses „Berliner Testament“ auch steuerlich unbedenklich.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kos-tenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Nachfrage vom Fragesteller 19.03.2007 | 20:40

Soll einer der Söhne zusätzlich durch ein Vermächtnis bedacht werden, geht dieser Wert vom Gesamterbe ab?
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.03.2007 | 21:35

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Auch einem Erben kann ein Vermächtnis zugewendet werden.
Es handelt sich dann um ein sog. Vorausvermächtnis.
Dieses Vorausvermächtnis erhält der Erbe vorab aus dem Nachlass.
Es wird ihm nicht auf seinen Erbteil angerechnet.
Auf diese Art und Weise kann ein Erbe vom Erblasser gezielt bevorzugt werden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben und verbleibe

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

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