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Erben bei privater Insolvenz


| 13.07.2007 12:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Guten Tag,

ich bin zum 2. Mal verheiratet und wohne mit meinem Ehepartner und meinen Kindern aus 1. Ehe im Wohnhaus meines Mannes. Da ich durch die Trennung von meinem 1. Ehepartner und den dazu gehörenden Folgen keine andere Möglichkeit hatte, als private Insolvenz anzumelden, befinde ich mich zur Zeit in der Wohlverhaltensperiode und bekomme 2011 die Restschuldbefreiung.
Würde meinem Mann etwas zustoßen, und ich würde erben, müsste das Haus ja verkauft werden, da ja die Hälfte meines Erbes in der Insolvenz eingesetzt werden müsste.

Nun meine Frage: Wenn mein jetziger Ehemann ein Testament aufsetzen würde, in dem er meine Kinder (seine Stiefkinder) zu seinen Erben einsetzt, würden die Kinder das von uns bewohnte Haus erben.

Könnte er mich zur alleinigen Vermögensverwalterin für die Kinder einsetzen?

Wir wollen vermeiden, daß der biologische Vater (es besteht nach wie vor gemeinsames Sorgerecht, das alleinige Sorgerecht ist beantragt; eine spätere Adoption durch meinen Ehemann wird angestrebt, da die Kinder den biologischen Vater nicht kennen und kein Kontakt besteht) als Erziehungsberechtiger mit mir als Vermögensverwalter eingesetzt werden könnte und somit über das von uns bewohnte Haus verfügen könnte.

Welche anderen Möglichkeiten hätten wir, daß wir in dem gemeinsam bewohnten Haus meines Mannes wohnen bleiben könnten, falls ihm etwas zustoßen sollte?


Herzlichen Dank für Ihre Antwort

Brigandu

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich folgendermaßen beantworte:

Die gemeinsame elterliche Sorge, die derzeit noch besteht, kann durch Verfügung eines Dritten, nämlich Ihrem jetzigen Ehemann, nicht beeinträchtigt werden. Dies könnte allenfalls mit Zustimmung Ihres 1. Ehemannes geschehen.

Es käme in Betracht, Sie als Testamentsvollstreckerin einzusetzen. Ihr jetziger Ehemann sollte dann sogar festlegen, dass Sie diese Tätigkeit unentgeltlich verrichten, da andernfalls die Vergütung Ihren Gläubigern zufiele.

Die Aufgabe des Testamentsvollstreckers besteht darin, den letzten Willen des Erblassers auszuführen. Im einzelnen kann der Testamentsvollstrecker dazu berufen sein, den Nachlass zu verteilen (sog. Abwicklungsvollstreckung) oder den Nachlass über eine bestimmte Zeit zu verwalten (sog. Dauervollstreckung).

Eine gute Möglichkeit in dem Haus Ihres Ehemannes wohnen bleiben zu können, wäre die Einräumung eines lebenslangen Wonhrechtes. Dieses sog. Nießbrauchsrecht müsste notariell beurkundet und im Grundbuch eingetragen werden.

Ich hoffe Ihre Fragen abschließend und zur Zufriedenheit beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jochen Flegl
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.07.2007 | 13:26

Sehr geehrter Herr Flegl,

herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort. An ein Nießbrauchrecht habe ich auch schon gedacht. Könnte das auch in einem Testament verfügt werden? "Zu meinen Erben setze ich meine Stiefkinder.... und .... ein. Zur unentgeltlichen Testamentsvollstreckerin setze ich meine Ehefrau .... ein. Ihr vermache ich ein lebenslanges Wohnrecht als Nießbrauchsrechts des Anwesens .... in ...."

Ginge das so? Oder muss das notariell eingetragen werden?

Nochmals vielen Dank und viele Grüße

Birgandu

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.07.2007 | 14:55

Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst korrigiere ich folgendes:

Das Nießbrauchsrecht kann gemäß § 873 BGB formlos durch Einigung ins Grundbuch eingetragen werden.

Damit ist die von Ihnen vorgeschlagene Formulierung des Testamentes (ohne notarielle Beurkundung) möglich.

Besser: "...Zur Testamentsvollstreckerin setze ich meine Ehefrau ... ein. Diese Tätigkeit ist ihr nicht zu vergüten..."

Besten Dank

Jochen Flegl
Rechtsanwalt

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