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Erbeinsetzung oder Vermächtnis?

05.11.2009 19:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Carolin Richter


Vater verstorben 02.09. in 2. Ehe verheiratet, 2 Kinder aus 1. Ehe
Testament über Immobilienbesitz zu Gunsten seiner Kinder liegt vor.
Über eine wertvolle Kunstsammlung wurde keine Verfügung getroffen.
Nachlassgericht hat bis heute keine Entscheidung getroffen wer Erbe wird.
2 Auslegungen stehen anscheinend zur Auswahl
Alleinerbe Kinder, Vermächtnis Ehefrau oder Erbengemeinschaft.
Stiefmutter ist bereits beim Anwalt und möchte die Erbengemeinschaft.
Wir "Kinder" sind sehr an unserem Elternhaus interessiert und möchten es auf jeden Fall behalten, auch nach dem Willen des Vaters.
Frage: Können wir eine vorzeitige Vereinbarung mit unserer Stiefmutter über die Erbauseinandersetzung sprich Kunstsammlung treffen, bevor der Erbschein ausgestellt ist, oder müssen wir die Entscheidung des Nachlassgericht abwarten?
Und ist diese Entscheidung auch anfechtbar ?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Frage unter Beachtung Ihrer Sachverhaltsangaben und des Einsatzes.

Ob in Ihrem Fall ein Vermächtnis zugunsten der Ehefrau Ihres Vaters eingerichtet wurde oder eine Erbeinsetzung, ist nach den jetzigen Sachverhaltsangaben schwer zu beurteilen. In der Regel geht man in solchen Fällen von der Vermutung des § 2087 BGB aus. Danach ist ein Vermächtnis anzunehmen, wenn nur einzelne Gegenstände zugewendet werden. Eine Erbeinsetzung nimmt man an, wenn die Erbschaft als Ganzes oder bruchteilsweise vermacht wurde. Würden also die Kunstgegenstände und die Immobilie als einzigste Gegenstände zum Nachlass gehören, ist die Einordnung sehr schwer. Man würde aber eher zu einer Erbeinsetzung tendieren. Sind jedoch für die Ehefrau nur die Kunstgegenstände vorgesehen und der übrigen Nachlass (Immobilie und sonstige Gegenstände/Wertanlagen) liegt ein Vermächtnis zugunsten der Ehefrau näher.

Sie können selbstverständlich vor einem gerichtlichen Verfahren versuchen sich mit der Ehefrau Ihres Vaters zu einigen. Ein außergerichtlicher Vergleich ist ebenso wie ein gerichtlicher Vergleich im Verfahren vor dem Nachlassgericht möglich. In diesem Fall würde ich auf jeden Fall Ihnen raten, ebenfalls anwaltlichen Rat zu suchen und sich vertreten zu lassen.

Falls Sie zu keiner Einigung mit der Ehefrau Ihres Vaters kommen sollten, sind auch die Entscheidungen des Nachlassgerichtes anfechtbar. In diesem Fall ist die Beschwerde gegen die Entscheidung des Nachlassgerichts einzulegen.

Ich hoffe Ihnen einen groben Überblick über die rechtliche Situation gegeben zu haben. Das ersetzt natürlich nicht eine Beratung bei einer Kollegin oder einem Kollegen. Eine Hinziehung wäre empfehlenswert. Falls Sie noch Rückfragen haben, bestätigen Sie bitte diese Funktion. Bitte beachten Sie auch, dass geringfügige Sachverhaltsänderungen zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen können.

Mit freundlichen Grüßen
Carolin Richter

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