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Erbe und laufende Kosten


| 06.02.2007 23:48 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Mein Vater verstarb März 2006. Wir sind 3 Erbenmitglieder. Zum Nachlass gehört ein EFH, welches verkauft werden soll. Weiterhin geringfügiges Bargeld bei der Bank und Schulden bei einer zweiten Bank. Sämtliche Kosten, die angefallen sind, wie Bestattungskosten, Gebäudeversicherung, sämtliche Grundbeiträge w.z.Bsp.Wasserversorgung, Strom etc. wurden von mir beglichen. Der 2.Erbe würde die von mir bereits gezahlten und nachgewiesenen Kosten anteilig mittragen. Die 3.Erbin hingegen wird sich nicht an die Kosten beteiligen. Mein Problem ist, ich habe nun schon meherere Tausend Euro zwecks Verbindlichkeiten ausgegeben. Ich mußte mein Sparbuch räumen um diese Rechungen zu begleichen. Hätte ich dies nicht getan, würden Mahngebühren und Kündigungen von Versicherung und Wasser-u.Stromversorger ins Haus flattern, die Mehrkosten verursachen und verursacht haben, da auch mir nur begrenzt Geld zur Verfügung steht. Ich erwähne noch, daß das EFH z.Zt. leer steht. Es muß noch mit Kohle beheizt werden. Ich kann die Versorgungen von Strom und Wasser nicht einstellen lassen, da ich arbeiten gehe, daß Haus versorge und entweder sehr früh im Dunkeln oder spät am Abend zurück kehre, um die Heizungsanlage zu bedienen oder um einige Reinigungsarbeiten durch zu führen, wodurch der Verkauf des Hauses positiv beeinflusst wird. Oder mit Kaufinteressenten noch am Abend eine Begehung durchführen kann.

1. Wie kann ich von der 3.Erbin (zu je 1/3) an mein Geld kommen bzw was ist mit dem Verlust von Sparguthaben-Zinsen

2.Warum muß sich die 3.Erbin nicht an die laufenden Kosten oder Bestattungskosten beteiligen?

3. Durch keine Zusammenarbeit der 3.Erbin an den laufenden Kosten,
sind wieder Mehrkosten entstanden, trotz Hinweise auf Konsequenzen, warum wird nun unser Erbanteil daduch geschmälert und müssen wir das so hinnehmen ?
Ihr rechtlicher Beistand rät Ihr vorerst von der Beteiligung an den Kosten ab. Es heißt, ich kann erst meinen Teil von Ihr geltend machen, wenn das EFH verkauft ist, daß kann aber noch lange dauern. Ich hoffe Sie können mir ein wenig weiter helfen.

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).
Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.
Sie sind durch den Erbfall Miterbe in einer Erbengemeinschaft geworden. Auf diese sind das Vermögen sowie die Verbindlichkeiten des Erblassers übergegangen.
Die Erben sind gemeinsamschaftlich zur Verwaltung des Nachlasses berechtigt. Sind Maßnahmen zur ordnungsgemäßen Verwaltung oder Erhalt des Nachlasses erforderlich, so ist jeder Miterbe verpflichtet mitzuwirken.
Vor der Verteilung des Nachlasses (Auseinandersetzung) haften die Miterben für Nachlassverbindlichkeiten gesamtschuldnerisch. Gleicht ein Gesamtschuldner Verbindlichkeiten aus, so hat allerdings ein Ausgleich innerhalb der Erbengemeinschaft entsprechend dem jeweiligen Anteil stattzufinden.
Grundsätzlich ist jeder Erbe entsprechend seiner Erquote an Vermögen wie auch Verbindlichkeiten beteiligt. Ihre Miterbin hat selbstverständlich ihren Anteil beizutragen. Zinsnachteile, etc. können Sie gerade wie hier im Falle der Verweigerung ersetzt verlangen.
Da die Fronten bereits verhärtet sind, empfehle ich Ihnen dringen einen erbrechtlich orientierten Kollegen vor Ort mit der Sache zu betrauen.
Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 07.02.2007 | 12:59

Sehr geehrter Herr Ra Boukai,

In Ihrer Antwort erwähnen Sie, das ich Zinsnachteile, etc verlangen kann... .

Bedeutet "etc" auch die Kosten (wie Mahngebühr, Säumniszuschläge bei GrSt) trotz mehrmaliger Aufforderung zur anteiligen Zahlung
der Verbindlichkeiten ?

Gibt es hierzu einen Paragraphen ?

Vielen Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.02.2007 | 12:14

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in).

Ich gehe davon aus, dass die 3. Miterbin sich nicht gegen die von Ihnen getroffenen Maßnahmen gewendet hat. Insofern ist von einem Einverständnis auszugehen.
Daher kann davon ausgegangen werden, dass Sie berechtigt waren die notwendigen Aufwendungen zu leisten. Insofern können sie als Beauftragter der Erbengemeinschaft von dieser Ersatz verlangen (§§ 669,670, 2238 BGB).
Im Bedarfsfall können Sie die nachträgliche Zustimmung fordern.

Sie brauchen mit Ihren Ansprüchen nicht bis zur Auseinandersetzung warten. Sie können sie sofort gegen die Miterbengemeinschaft geltend machen. Die Kostentragung entspricht der Erbquote. Beinhaltet sind alle zur ordnungsgemäßen Verwaltung notwendigen Aufwendungen. Dies sind dann natürlich auch die Mahngebühren und Säumniszuschläge, die ja gegen die Erbengemeinschaft gerichtet sind. Auch Ihre Zinsnachteile können Sie hier anteilig geltend machen.

Schreiben Sie Ihre Miterbin an und fordern Sie sie unter Fristsetzung auf, die nachträgliche Zustimmung zu erteilen sowie den auf sie entfallenden Anteil an den notwendigen Aufwendungen zu ersetzen. Fruchtet dies nicht, so verbleibt nur der Klageweg. Hierzu sollten Sie einen erbrechtlich orientierten Kollegen vor Ort aufsuchen.


Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

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