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Erbe und Scheidung

| 08.11.2019 08:24 |
Preis: 75,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Bei der Zugewinngemeinschaft bleiben die Vermögen der Ehegatten getrennt, so auch ein Erbe und Schulden

Hallo,
ich weiß schon folgendes: Wenn ich z. B. 50.000 Euro erbe und es kommt zur Scheidung, muss ich das Erbe in der Zugewinngemeinschaft nach Scheidung nicht teilen. (Oder ist die Grundannahme schon falsch?)

Der Fall:
A hat bei Heirat (Zugewinngemeinschaft) folgendes Vermögen: Immobilie mit 50.000 Euro Schulden.
A erbt 50.000 Euro.
Wenn A die Schulden (unabhängig vom Erbe) von 50.000 im Laufe der Ehe tilgt, würde ja das Vermögen der Zugewinngemeinschaft um 50.000 Euro normalerweise steigen. D. h. nach der Scheidung stünden dem Ehepartner B 25.000 Euro zu.

Nun die Frage: Wenn A die 50.000 Euro nicht mit den "normalen" finanziellen Mitteln während der Ehe tilgt, sondern sein Erbe für die Sondertilgung einsetzt und die 50.000 Euro Schulden tilgt: Gilt das dann trotzdem als Zugewinn und muss A dann bei Scheidung 25.000 an B abgeben? Oder bleibt das Erbe, auch wenn es als Sondertilgung für Immobilienschulden genommen wird, außen vor und A muss nicht 25.000 Euro abgeben?
(denn wenn die Tilgung dazu führt, dass A bei der Scheidung die Hälfte verliert, wäre es ja für A finanziell besser, das Erbe auf dem Konto liegen zu lassen und die Schulden zu behalten, oder?)

Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihre Grundannahme ist richtig, denn es gibt während der Ehe eine Gütertrennung, sodass auch hinzu erworbenes Vermögen durch Schenkungen und als Erbe erhaltenes beim jeweiligen Ehegatten verbleibt, vgl.
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 1363 Zugewinngemeinschaft

"(1) Die Ehegatten leben im Güterstand der Zugewinngemeinschaft, wenn sie nicht durch Ehevertrag etwas anderes vereinbaren.

(2) Das jeweilige Vermögen der Ehegatten wird nicht deren gemeinschaftliches Vermögen; dies gilt auch für Vermögen, das ein Ehegatte nach der Eheschließung erwirbt. Der Zugewinn, den die Ehegatten in der Ehe erzielen, wird jedoch ausgeglichen, wenn die Zugewinngemeinschaft endet."

Wenn A bei Heirat (Zugewinngemeinschaft) als Vermögen eine Immobilie mit 50.000 Euro Schulden hat, so bleibt ihm die Immobilie als auch die Schulden - werden diese also getilgt, ist das allein Sache des A und es kann nach der vorgenannten Regelung kein Zugewinn entstehen.

Erbe, Schulden (sie werden auch nicht gemeinschaftliche Schulden) und Schuldentilgung bleiben jeweils außen vor und allein Sache des Ehegatten A.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 08.11.2019 | 11:04

Sehr geehrter Herr Anwalt,
vielen Dank für Ihre schnelle und präzise Antwort. Ich möchte nur noch mal sichergehen, dass ich Sie wirklich richtig verstanden habe: Sie schreiben: "Erbe, Schulden (sie werden auch nicht gemeinschaftliche Schulden) und Schuldentilgung bleiben jeweils außen vor und allein Sache des Ehegatten A."
Hab ich das richtig verstanden: Ich kann tatsächlich die (vor der Heirat schon mir gehörende, verschuldete) Immobilie tilgen wie ich will, das geht NICHT in den Zugewinn, bleibt meins?

Ich frage deshalb noch mal nach, weil das ganz anders (für mich allerdings positiv) ist, als ich gedacht hatte und ich will nur sichergehen, dass ich Sie richtig verstanden habe.

Vielen herzlichen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.11.2019 | 12:05

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Ja, das ist richtig von Ihnen zusammengefasst worden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 08.11.2019 | 12:53

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FRAGESTELLER 08.11.2019 5/5,0
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