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Erbe und Gütertrennung - Immobilie

| 25.01.2022 08:11 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


09:40

Meine Mutter ist dieses Jahr verstorben, sie steht im Grundbuch für ein Haus. Meine Eltern hatten Gütertrennung (ohne besondere Reglung für ein Erbe). Ich bin das einzige Kind.

Im Testament stehe ich als "allein Erbe" der Immobilie.

Wenn ich es richtig verstehe bedeutet es das mein Vater und ich jeweils 50% erben (Immobilie, Sparbuch etc.) und jeder 50% beim Finanzamt anmelden muss etc. Somit hat jeder seinen eigenen Freibetrag und wir können uns gemeinschaftlich in das Grundbuch eintragen lassen. Korrekt?

25.01.2022 | 08:41

Antwort

von


(428)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
Web: http://www.ra-bernhard-mueller.de/
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Richtig ist, dass jeder seinen eigenen Freibetrag hat.

Dass Sie und Ihr Vater jeweils 50% von allem bekommen, ist der Normalfall des § 1931 Absatz 4 BGB für Gütertrennung.
Da Sie im Testament als Alleinerbe der Immobilie stehen, werden Sie zu 100% im Grundbuch eingetragen. Das Grundstück gehört nur Ihnen. Ihr Vater hat keinen Anspruch auf das Grundstück.

Ob Ihr Vater als Ausgleich dafür das Sparbuch allein bekommt, kann nur durch Auslegung des Testaments festgestellt werden.
Wenn Ihr Vater dadurch, dass Sie die Immobilie bekommen weniger als 1/4 des Nachlasswerts erbt, hat er gegen Sie einen Pflichtteilsergänzungsanspruch. Das bedeutet, Sie müssen Ihm dann den Geldbetrag zahlen, der notwendig ist, damit Ihr Vater 1/4 vom Wert des Nachlasses erhält.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 25.01.2022 | 09:20

Das macht es natürlich sehr kompliziert.
Mein Vater würde gerne unten im Haus wohnen, ich oben. Auf den Pflichtteil würde mein Vater verzichten.
Wegen Steuern würde ich 10 Jahre im Haus bleiben, aber dürfte dann ja meinem Vater kein Lebenslanges-Wohnrecht einräumen können (weil das dann Miete ist?).

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.01.2022 | 09:40

Sehr geehrter Fragesteller,

der Pflichtteilsanspruch verjährt, wenn er nicht innerhalb von 3 Jahren geltend gemacht wird. Wenn Sie Ihrem Vater einen Pflichtteil auszahlen, verringert dies den Wert Ihres Erbes. Wenn der Wert des Grundstücks knapp über dem Freibetrag liegt, kann dies dazu führen, dass Sie keine Erbschaftssteuer bezahlen müssen.

Sie können dulden, dass Ihr Vater unten im Haus wohnt, ohne ihm ein offizielles Wohnrecht einzuräumen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 25.01.2022 | 09:50

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