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Erbe oder Vermächtnisnehmer

| 15.06.2011 11:18 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Ich bin von einem Bekannten, der kürzlich verstorben ist in seinem Testament zur Testamentsvollstreckerin benannt worden. Ich werde dieses Amt annehmen, da ich auch bereits in den vergangenen Jahren seine Vertrauensperson war.Er hatte mich bereits zu Lebzeiten in einer beglaubigten Vorsorgevollmacht für alle Rechtsgeschäfte bevollmächtigt einschließlich Einzelvollmachten bei seiner Bank über alle Konten über den Tod hinaus.
Da er verwitwet und kinderlos war, hat er in seinem Testament meiner Schwiegermutter einen kleinen Geldbetrag vermacht. Das restliche Vermögen (nur Bargeld) hat er nach Abzug aller Kosten zur einen Hälfte seinen 2 Neffen (Söhne seiner einzigen inzw.verst.Schwester)und die andere Hälfte den Geschwistern(bzw.deren Kinder) seiner verstorbenen Ehefrau vermacht.
Nun meine Frage: sind die begünstigten Personen ( es werden wohl 10-12 Personen sein) Erben oder Vermächtnisnehmer ??
P.S. Im Text seines Testamentes wird das Wort Erbe oder vererben nicht genannt.
Sein Wunsch war es (was mir auch aus vielen pers. Gesprächen mit ihm bekannt ist)das durch sein Testament sein Vermögen an alle verteilt wird, die ihm etwas bedeutet haben.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage ist nach Ihrer Schilderung leider nicht eindeutig zu beantworten.

Dazu muss das Testament individuell oder nach § 2087 BGB ausgelegt werden.
Hat der Erblasser testamentarisch Einzelzuwendungen von Gegenständen oder Vermögensgruppen vorgenommen, die nach seiner Vorstellung bei Testamentserrichtung praktisch sein gesamtes Vermögen ausmachen, ist entgegen
§ 2087 Abs. 2 BGB regelmäßig von Erbeinsetzung auszugehen; denn es kann nicht angenommen werden, dass der Erblasser seinen gesamten wesentlichen Nachlass verteilt, ohne einen oder mehrere Erben einsetzen zu wollen. Die Auslegung kann ergeben, dass ein Bedachter Alleinerbe ist, wenn ihm ein das übrige Vermögen an Wert so sehr übersteigender Gegenstand zugewandt ist, dass die Annahme naheliegt, der Erblasser habe im Wesentlichen in diesem Gegenstand seinen Nachlass erblickt (BayObLGZ 1992, 296/299; 2003, 149). Sie kann auch ergeben, dass alle Bedachten Erben sind, wobei dann die Erbquoten anhand des wirtschaftlichen Wertverhältnisses der zugewandten Gegenstände oder Vermögensgruppen zu ermitteln sind (BGH FamRZ 1990, 396); OLG München, Beschluss vom 21.5.2007 – 31 Wx 120/06.

Letztlich hängt die Beurteilung wer Erbe und wer Vermächtnisnehmer geworden ist, von der Höhe der zugewendeten Geldsumme ab. Sollte der Anteil an die beiden Neffen überproportional höher sein als die an die übrigen Bedachten könnte von einer Erbeinsetzung der Neffen und Vermächtnissen an die übrigen Bedachten ausgegangen werden.

D.h. ohne Kenntnis des genauen Wortlauts des Testaments und der genauen Werte der Verfügungen ist eine Beurteilung nicht eindeutig möglich.

Ich rate Ihnen daher einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl mit der Prüfung Ihrer Unterlagen unter Einbeziehung der Höhe der Verfügungen zu beauftragen, da dies im Rahmen einer Erstberatung nicht geleistet werden kann.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird. Auch eine größere örtliche Entfernung steht einer Mandatsübernahme nicht im Wege, da die Kommunikation auch gut über Telefon, EMail, Post und Fax erfolgen kann.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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Bewertung des Fragestellers 17.06.2011 | 12:52

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