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Erbe nachträglich ausschlagen


09.01.2007 18:29 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Seit mehreren Jahren bekomme ich Briefe von einer Inkasso Firma über Schulden von ca 40.000 EUR die wohl irgendwann Ende der 70er Anfang der 80er aufgenommen wurden. Nach mehreren Telefonaten mit der Inkasso Firma und Gesprächen mit meiner Mutter hat sich herausgestellt dass es sich wohl um einen Kredit den mein Vater aufgenommen hat handelt. Wir haben weitere Informationen von der Inkasso Firma angefordert, diese nie erhalten und so verstrich die Zeit. Jetzt bekomme ich einen Brief von der Inkasso Firma mit der Drohung von Kontopfändung für Schulden die ich nie begangen habe.

Mein Vater starb im Jahr 1985.

Vermutlich sind diese Schulden im Jahre 1985, als ich 9 Jahre war, auf mich übergegangen. Meine Mutter hat weder das Erbe für sich (sie war zu diesem Zeitpunkt jedoch geschieden, es gibt kein Testament, das Erbe besteht wohl nur aus Schulden) und für mich aus UNWISSENHEIT angenommen weil SIE SICH NICHT IN DEN VORGEGEBEN FRISTEN GEMELDET hat. Sie meinte wenn sie sich nicht meldet, dann sei das Erbe ausgeschlossen. Teurer Irrtum!

Jetzt kommt mir die Inkasso Firma und das obwohl ich selbst ein Haus abzubezahlen habe und mittlerweile 2 Kinder großziehe.

Das kann doch nicht sein, dass ich für die Fehler meiner Mutter geradestehen muss und keine Möglichkeit habe das Erbe auszuschlagen oder anzufechten.

Meine Frage: Was kann ich tun????? Gibt es keine Verjährung???

Vielen Dank für Ihre Hilfe !!!!

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Wenn Ihre Mutter das Erbe für Sie angenommen hat, hätten Sie wohl allenfalls Schadenersatzansprüche gegen Ihre Mutter. Aber auch hier ist die Frage der Verjährung zu beachten, sofern Sie überhaupt gegen Ihre Mutter vorgehen wölltne.

Wenn kein Testament vorlag und Ihre Mutter zum Zeitpunkt des Todesfalls schon geschieden war, so dürfte Ihre Mutter kein Erbe sein und Sie Alleinerbe bzw. gemeinsam mit anderen Kindern Ihres Vaters, sofern er weitere hatte und diese Erbschaft nicht rechtzeitig ausgeschlagen haben.

Handelt es sich vorliegend um Forderungen, die bereits tituliert (gerichtliches Urteil oder Vollstreckungsbescheid) sind, beträgt die Verjährung 30 Jahre, beginnend mit der Rechtskraft des Titels. Nur aus einem Titel kann eine Kontopfändung durchgeführt werden. Ihr Einkommen ist bis zu einer Grenze von ca. 1.560,00 € (unter Beachtung der Unterhaltspflicht für zwei Kinder) unpfändbar.

Liegt noch kein Titel vor, so gilt die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren, welche durch Verhandlungen o.ä. verlängert wird.

Sie sollten bei der Inkasso-Firma nochmals ausdrücklich den Titel oder andere Unterlagen anfordern, aus denen sich die Forderung ergeben. Notfalls sollten Sie die Hilfe eines Rechtsanwaltes hierzu in Anspruch nehmen, wenn Ihnen keine Unterlagen ausgehändigt werden. Sollte tatsächlich ein rechtskräftiger Titel vorliegen, so müssen Sie die Forderung begleichen. Es empfiehlt sich eine Ratenzahlungsvereinbarung zu treffen.

Ich empfehle Ihnen jedoch die Einschaltung eines Rechtanwaltes, da auch die Möglichkeit besteht, dass die Forderung nicht von Ihnen zu begleichen ist. Dies kann erst nach Sichtung der entsprechenden Unterlagen erfolgen.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.


Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich gern für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats.


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de

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