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Erbe nachträglich antreten

10.07.2017 12:31 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Im Dezember 2015 ist mein Vater gestorben.
Er hatte ein eigenes Konto über 10.000 € und zwei gemeinsame mit meiner Mutter über insgesamt 20.000 € hinterlassen.
Alle drei Konten wurden nach dem Tod meines Vaters von der Sparkasse ohne Vorlage eines Erbscheins mit dem Einverständnis der zwei Kinder auf meine Mutter übertragen.
Einen ausdrücklichen Erbverzicht der Kinder gibt es nicht.
Die Mutter würde das Geld den Kindern auch schenken, aber eine Schenkung kommt aus bestimmten Gründen nicht in Frage, es muss ein Erbe sein.
Was ist zu tun, damit die Kinder ihr Erbe jetzt antreten können?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt.

Ich gehe davon aus, dass zwischen den Eheleuten der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft bestand und es kein Testament gab.

Damit beerbte Ihre Mutter Ihren Vater zu 1/2, die beiden Kinder je 1/4 (§ 1931 Abs. 1 und 3 i.V.m. § 1371 Abs. 1 BGB).

Dem Vater gehörten 10000 + 20000/2 = 20000 €.

Kinder und Mutter bildeten eine Erbengemeinschaft.

Nach Ihren Angaben (Übertragung auf die Mutter mit Einverständnis der Kinder) wurde die Erbengemeinschaft auseinandergesetzt, sodass Sie praktisch nichts mehr als Erbe verlangen können.

Die durchgeführte Auseinandersetzung kann nicht rückgängig gemacht werden (Paland/Weidlich, BGB 2016, § 2042 Rdnr. 18).

Wenn Sie nun von Ihrer Mutter, die Ihnen ursprünglich zustehenden 5.000 € unentgeltlich erhalten möchten, wäre dies eine Schenkung.

Alternativ könnte ein Darlehen oder eine Gegenleistung vereinbart werden


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.07.2017 | 14:25

Da der Erbanspruch nicht durch öffentlich beglaubigte Urkunde (Notar) oder zur Niederschrift beim Nachlassgericht ausgeschlagen wurde, bin ich davon ausgegangen, dass innerhalb der 3-Jahresfrist das Erbe noch angetreten werden kann.

Warum ist das in diesem Fall nicht so?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.07.2017 | 14:55

Sehr geehrter Ratsuchender,

wären die Konten unverändert geblieben, könnten Sie jetzt oder auch in einigen Jahren (die dreijährige Verjährungsfrist gilt nur beim Pflichtteil) die Auseinandersetzung / Auszahlung verlangen.

Die Erbengemeinschaft wurde aber einvernehmlich beendet.

Ihr Anteil wurde auf die Mutter übertragen.

Das ist quasi ein Verzicht.
Ihre Mutter ist jetzt Eigentümer des ("Ihres") Geldes.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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