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Erbe ggf. von Schulden

| 23. Mai 2021 22:49 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vater lebt mit seiner Frau in Österreich, nachdem er sein Haus mit Grundstück im Süden Hamburgs verkauft hat. Den Erlös hat er zum Großteil in den Besitz der Familie der Frau investiert, da er mit ihr zu einem Gutteil der Zeit in einer Wohnung im geerbten Haus ihrer Familie lebt. Das Paar bewohnt ansonsten auch eine Mietwohnung in der Stadt. Die Ehefrau hat zwei Wohnungen in jenem Haus auf dem Lande geerbt. Mein Vater hat das gesamte Haus mit renoviert und entsprechend investiert. Nun haben mein Vater und seine Frau die beiden Wohnungen als Schenkung dem Sohn der Frau übergeben. Das finde ich nicht so schlimm, da ich mit den Wohnungen nur Kosten gehabt hätte, denn sie lassen sich weder vermieten noch verkaufen wegen einer testamentarischen Festlegung der Mutter der Frau meines Vaters. Problematisch ist, dass ich zu meinem Vater keinen Kontakt herstellen kann, da seine Frau diesen unterbindet und er selbst, vielleicht auch wegen seines Alters, keinen zu mir aufnimmt. Es gab da auch im Vorfeld einiges, z.B., dass seine Frau meinen Vater daran gehindert hat, 10€ im Monat zu überweisen, um das Führerscheinsparen meines Sohnes, der nun ein Jugendlicher ist und nicht mehr der süße Enkel, den ich früher den beiden gern zuführen durfte, zu unterstützen.

Nun meine Frage: wenn mein Vater vor seiner Frau sterben sollte (ich bin mir wegen der Vorgeschichte ziemlich sicher, dass dort ein Berliner Testament existiert), habe ich eine Möglichkeit, vor Erbausschlagung nachprüfen zu lassen, ob ich evtl. doch etwas erben würde oder ob ich die Alimentierung der Familie der Ehefrau fortsetzen muss (wegen Schulden, Hypotheken oder dergleichen)?
Das Verhältnis ist leider zerrüttet.

Vielen Dank für Ihre Hilfe im voraus.

23. Mai 2021 | 23:42

Antwort

von


(689)
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Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn ein wirksames Berliner Testament existiert, erben Sie gar nicht, die Ehefrau wird Alleinerbin nach dem Tode Ihres Vaters. Sie haben dann einen geldlichen Pflichtteilsanspruch in Höhe der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. Wie hoch dieser ist, hängt davon ab, ob Ihr Vater mit seiner Ehefrau in Zugewinngemeinschaft lebt und wieviele von Ihrem Vater abstammende Geschwister Sie haben.

Als Pflichtteilsberechtigte haben Sie gegen die Erbin einen Auskunftsanspruch über das Erbe. Diesen können Sie notfalls auch einklagen.

Wenn kein wirksames Berliner Testament existiert, haben Sie als gesetzlich Erbberechtigte die Möglichkeit, den Nachlass zu prüfen, um dann ggf. das Erbe auszuschlagen. Wenn Ihr Vater im Zeitpunkt seines Versterbens seinen Wohnsitz nur in Österreich hat, beträgt für Sie die Ausschlagungsfrist sechs Monate (§ 1944 Abs. 3 BGB). Sie müssen jedoch darauf achten, das Erbe nicht bereits vorher (stillschweigend) anzunehmen, z. B. durch Beantragung eines Erbscheins, Aneignung von Gegenständen o. ä.

Wenn Sie die Ausschlagung versäumen, können Sie auch später noch durch Beantragung der Nachlassverwaltung die Haftung für Erblasserschulden auf den Nachlass beschränken. Wenn sich herausstellt, dass der Nachlass überschuldet ist, muss ein Nachlassinsolvenzverfahren beantragt werden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, dass diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie bei Rückfragen gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 24. Mai 2021 | 18:38

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