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Erbe durch Grossmutter trotz Ausschlagung beim Vater ?


27.05.2007 00:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Ein freundliches Hallo an alle Rechtsanwälte hier !

Zuerst möchte ich klarstellen, das es sich hier für mich um den ersten `Versuch` dieses Portales handelt, also etwaige Fehler in Frage und auch Antwortstellung einfach nur daher kommen könnten, das ich rechtlich sehr sicher in Erbschaftsdingen nicht sonderlich bewandert bin.

Problem ist aktuell folgendes:

- Vor ca. 4 wochen starb meine Grossmutter
- Vor einigen Jahren habe ich eine Erbschaft meines Vaters durch Überschuldung abgelehnt

Meine erste Frage ist nun also, hat diese (notariell beglaubigte) Ausschlagung beim Erbe meines Vaters in irgend einer Form Konsequenzen auf ein Erbe meiner Grossmutter ?

Es gibt, auch schon vor dem Tode meiner Grossmutter, `leichte bis mittelschwere Differenzen` innerhalb der Verbleibenden, in diesem Fall handelt es sich um 2 Brüder meines Vaters.

Meine Grossmutter hat definitiv ein Testament verfasst, den Inhalt kenne ich jedoch nicht, er wird mir derzeit sehr sicher auch nicht freiwillig zugänglich gemacht.
Sie hat mir zu Lebzeiten jedoch mehrfach versichert, das ich in die Erbfolge meines Vaters eintrete, unter anderem auch um den Familienbesitz zu halten.

Die Umstände kamen (wie fast immer) leider anders, sie war zum Ende hin leider ein Pflegefall in einem privatem Heim, und meine beiden Onkel haben den Grundbesitz zuvor ohne mein Wissen verkauft, da sie in einem fortgeschrittenem Stadium der Altersdemenz anscheinend nahezu alle Rechte auf einen der beiden Brüder meines Vaters übertragen hat.

Das wirklich gemeine an der Sache ist, das nahezu ausschließlich ich selber und meine eigene Familie sich um sie gekümmert hat, da ihre Söhne zum einen weit entfert wohnen, zum zweiten beide vielbeschäftigte Geschäftsleute sind.

Meine Frage(n) daher,

-wie kann ich feststellen zu welcher Summe der Grundbesitz `offiziell`verkauft worden ist, hier vermute ich bei der mir durch dritte bekannten Summe eher den Verdacht auf `Schwar..gel..`

-wie kann ich ein evtl. Erbe antreten, sofern noch etwas nach Ableich der Pflegekosten / Grundbesitzverkäufe übrig bleibt ?

So wie ich das derzeit sehe, ist der erste Weg wohl zum Standesamt, um sich eine Sterbeurkunde zu beschaffen.
Als nächstes sollte man mit den Familien- /Abstammungsdaten zum hiesigen AG, um sich dann einen Antrag auf Erbschein abzuholen.

Ich bin mir sicher, das eine Testament besteht.
Da dieses wahrscheinlich noch aus Zeiten meines Grossvaters bestand, meine Grossmutter hier damals die alleinige Erbin war, gehe ich zuerst davon aus, das es sich um eine Art `Berliner Testament`handelt.

Und nun auch einmal anders herum gedacht,
wie kann ich feststellen, ob ein Testament `aufgehoben` wurde,
der Besitz alleinig überschrieben wurde, oder sonst in irgend einer Form im Vorfeld etwas `gemauschelt` wurde ?

Meine Grossmutter war meines Wissens nach trotz Ihrer Demenz NICHT entmündigt etc.

Ich bitte um ausführliche Beratung, denke das Prinzip dieser Seite zu Verstehen, habe jedoch leider keine Erfahrungswerte zum Thema `Einsatz zahlen`.
Ich setzte hier einfach eine Summe ein, sofern dann eine grundsätzlich kompetente `Vorabberatung` durch eine auf Erbschaftrech spezialisierten Anwalt aus diesen Reihen erfolgt, wird wahrscheinlich auch weitere Beratung nötig sein.

Hierzu wird man sich dann sicherlich einigen können !

Ich muss gestehen, das ich hier zuerst mit relativ kleinen Erwartungen in dieses Portal gehe.
Die Zeit dräng alleine schon durch die (wahrscheinliche) 6-Wochen Frist, daher setze ich lediglich eine eher geringe Summe an, alles weitere bitte nach erfogter Rückmeldung.

Grüße

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Meine erste Frage ist nun also, hat diese (notariell beglaubigte) Ausschlagung beim Erbe meines Vaters in irgend einer Form Konsequenzen auf ein Erbe meiner Grossmutter ?

Nein.
Erbe kann nur werden, wer zur Zeit des Erbfalles noch lebt. Ihr Vater lebte zum Zeitpunkt des Ablebens Ihrer Großmutter nicht mehr, konnte somit nicht Erbe werden.
Der Umstand, dass Sie vor einigen Jahren das Erbe Ihres Vaters ausgeschlagen haben, spielt für den Erbfall Ihrer Großmutter keine Rolle.

Als Erbe können Sie vom Erbschaftsbesitzer Auskunft über den Umfang und den Verbleib der Erbschaft verlangen.
Das ist schon deshalb angezeigt, weil Sie nicht wissen, welche Gegenstände zum Nachlass gehören und was aus den Nachlassgegenständen überhautp geworden ist.
Der Erbschaftsbesitzer seinerseits muss aufgrund Ihres Verlangens ein Verzeichnis erstellen, in dem alle Gegenstände, die er aus dem Nachlass erlangt hat, aufgeführt sind.
Darüber hinaus ist er verpflichtet über den Verbleib der Nachlassgegenstände Auskunft zu erteilen und notfalls die Aufstellung durch eine eidesstattliche Versicherung zu bekräftigen.

Als Erbe müssen Sie sich entsprechend legitimieren. Dies erfolgt durch einen Erbschein, den Sie insoweit beantragen müssen. In diesem Zusammenhang haben Sie bereits die Einleitung der richtigen Schritte benannt.

Ein Testament kann durch ein neu erhobenes Testament widerrufen oder durch den Testierenden geändert oder aufgehoben werden.
Wenn der Erblasser das Testament nun verliert und er dieses im Nachhinein billigt, so gilt das nicht als Widerruf.

Öffentliche, vom Notar beglaubigte Testamente gelten als widerrufen, wenn der Testierende das Testament – welches beim Amtsgericht verwahrt ist - zurückverlangt. Mit dem Zurückverlangen verliert das Testament seine Gültigkeit.

Für den Fall, dass ein privatschriftliches Testament amtlich verwahrt wird, kann dieses vom Erblasser jederzeit zum Abändern herausverlangt werden.

Ob und was Ihre Großmutter nun testamentarisch verfügt hat und welche Form der Verwahrung sie gewählt, haben Sie mangels Kenntnis nicht mitteilen können.

Zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche sollten Sie in jedem Fall einen auf Erbrecht spezialisierten Kollegen mandatieren, gerade auch um Rechtsverlusten vorzubeugen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2007
info@kanzlei-roth.de
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