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Erbe des Vaters nicht einfordern

24.06.2017 19:14 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Abend, mein Vater ist vor wenigen Wochen verstorben.
Es gibt kein Testament, daher tritt die gesetzl. Erbfolge in Kraft, wonach meine Mutter 50% und mein Bruder und ich jeweils 25% erben.

Als Erbmasse ist nur Geld auf Girokonto und 2 Sparverträgen vorhanden, Gesamtsumme momentan etwa 42000€.
Da Vater und Mutter gleichberechtigte Kontoinhaber (Oder-Berechtigung) sind, handelt es sich also meiner Meinung nach um ca. 21000€ Erbmasse, die auf die Erbengemeinschaft von Mutter und den 2 Söhnen zu verteilen wäre.

Nun ist es so, daß ich und mein Bruder eigentlich gar kein Erbe zum jetzigen Zeitpunkt antreten wollen, das heisst wir sind nicht interessiert daran, Geld von der Mutter zu bekommen.
Unsere Gedanken sind, das übrige Geld zum Tage X nach dem Tod der Mutter aufzuteilen, aber Ihr momentan das Vermögen zu belassen.

- Ist das rechtlich machbar?
- Ist das sinnvoll?
- Steuerliche Auswirkungen?
- Können wir das Erbe trotzdem antreten, dann aber wieder zurück schenken?
- Ist es bei dieser relativ kleinen Summe notwendig, professionelle Hilfe für die Angelegenheiten mit dem Nachlassgericht zu nehmen?


Besten Dank für Ihre Ausführungen und ich hoffe mal, daß wenigstens meine Ausführungen im obigen Teil schon mal richtig waren.

24.06.2017 | 20:29

Antwort

von


(1123)
Hallestr. 101
53125 Bonn
Tel: 0228 629 46 462
Tel: 0179 4822457
E-Mail:

Sehr geehrte Fragensteller,

1) Klar. Man kann auch auf eine Auseinandersetzung des Erbes im Schenkungsweg verzichten.

2) Sinnvoll ist es, wenn man dem anderen Erben vertraut, dass er das Geld nicht verbraucht oder anderweitig ungewünscht verwendet, oder es einem egal ist bzw. man sich schlicht eine freie Verwendung durch den Erben wünscht.

3) In Anbetracht der relativ geringen jeweils zu schenkenden Summe 5.250,00 € pro Person sind nach § 16 ErbStG ivM § 15 ErbstG keine steuerliche Auswirkungen zu erwarten, wenn nicht die Mutter unerwartet große Vermögenszuwächse in nächster Zeit haben sollte.

4) Kann man auch machen.

5) Das scheint eher nicht notwendig. Rechtliche Komplikationen sind in dem Fall nicht ersichtlich.

Beachten Sie der Vollständigkeit halber § 1944 BGB :

"(1) Die Ausschlagung kann nur binnen sechs Wochen erfolgen.
(2) 1Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in welchem der Erbe von dem Anfall und dem Grunde der Berufung Kenntnis erlangt. 2Ist der Erbe durch Verfügung von Todes wegen berufen, beginnt die Frist nicht vor Bekanntgabe der Verfügung von Todes wegen durch das Nachlassgericht. 3Auf den Lauf der Frist finden die für die Verjährung geltenden Vorschriften der §§ 206, 210 entsprechende Anwendung.
(3) Die Frist beträgt sechs Monate, wenn der Erblasser seinen letzten Wohnsitz nur im Ausland gehabt hat oder wenn sich der Erbe bei dem Beginn der Frist im Ausland aufhält."

Für die Entgegennahme einer Erklärung, mit der eine Erbschaft ausgeschlagen oder mit der die Versäumung der Ausschlagungsfrist, die Annahme oder Ausschlagung einer Erbschaft oder eine Anfechtungserklärung ihrerseits angefochten wird, ist auch das Nachlassgericht zuständig, in dessen Bezirk die erklärende Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Wie auch nach § 1945 BGB das Gericht des letzten Wohnsitz des verstorbenen zuständig wäre. Das Erbe kann nur unter persönlichem Erscheinen ausgeschlagen werden.

MfG
D. Saeger
- RA -


ANTWORT VON

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