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Erbe des Vaters aus der ehem. gemeinsamen Wohnung von seiner Freundin bekommen


| 21.02.2007 13:55 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Hallo,

meine Schwester und ich sind Alleinerben. Mein Vater verstarb im Juni 2006. Da uns aber die Freundin unseres Vaters auch sehr leid tat (sie hat noch eine Tochter im Alter von 12 Jahren), haben wir ihr alles gelassen, was in der Wohnung war außer 2 Schmuckstücken. Die Einrichtung besteht zu 90 % von meinem Vater. Es handelt sich um eine Mietswohnung, die auf ihren Namen angemietet ist.

Nachdem ich aber erfahren habe, dass die Frau uns nach Strich und Faden versucht hat zu betrügen, möchten wir nun mehr aus der Wohnung. Keine Sorge, es handelt sich nicht um Küche und so. Es sind Erinnerungsstücke aus Urlauben mit meinem Vater. Damit kann sie gar nichts anfangen. Sicherlich sind diese von nicht zu unterschätzendem Wert. Den Laptop hatte sie bereits "verschenkt" (ohne uns zu fragen). Ich weiss gar nicht, was noch in der Wohnung ist.

Jetzt ist es nur so, dass wir uns sehr verkracht haben.

Was ist wenn sie mich noch nichtmal reinlässt in die Wohnung? Oder sagt sie hätte die Sachen nicht mehr? Oder wenn sie wirklich weg sind?

Es ist wirklich so, dass sie versucht hat, uns zu betrügen. Sie wollte uns um 6.000,00 EUR prellen. Ich kann dieser Dame nicht mehr glauben.


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Sehr geehrte Fragestellerin,

sofern die Freundin Ihres Vaters Ihr geerbtes Eigentum in Besitz hat, ohne das ihr ein Recht zum Besitz zusteht, können Sie die Herausgabe der Sachen von ihr verlangen. Im Bestreitensfalle wären Sie allerdings beweispflichtig dafür, dass die Freundin die Sachen in Besitz hat und dass Sie auch die Eigentümerinnen dieser Sachen sind.

Als Erben stehen Ihnen und Ihrer Schwester außerdem Auskunftsansprüche nach §§ 2027, 2028 BGB gegen die Freundin Ihres Vaters zu.

Sie sollten die Freundin also zunächst einmal per Einschreiben/Rückschein unter Setzung einer angemessenen Frist (z.B. zwei Wochen) auffordern, Ihnen die gewünschten Erinnerungsstücke herauszugeben sowie außerdem Auskunft zu erteilen über
- den Bestand der Erbschaft
- den Verbleib der Erbschaftsgegenstände bzw. was ihr über den Verbleib bekannt ist
und
- welche erbschaftlichen Geschäfte sie geführt hat.

Besteht Grund zu der Annahme, dass die erteilte Auskunft nicht mit der erforderlichen Sorgfalt erteilt worden ist, so können Sie verlangen, dass die Freundin zu Protokoll an Eides Statt versichert, dass die Angaben nach bestem Gewissen und so vollständig gemacht sind, wie sie dazu imstande ist. Entscheidend ist hierbei das Gesamtverhalten des Betreffenden. Es darf sich aber nicht nur um eine Angelegenheit von geringer Bedeutung handeln.

Erfolgt innerhalb der Frist keine Auskunfterteilung oder Herausgabe der Erinnerungsstücke, müsste dann gfs. Klage gegen die Freundin eingereicht werden. Hierzu sollten Sie dann einen Anwalt vor Ort aufsuchen. Erteilt die Freundin zwar Auskunft, aber gibt die Erinnerungsstücke nicht heraus, so lässt sich anhand der Auskunft dann eher beurteilen, ob eine Klage auf Herausgabe Aussicht auf Erfolg hat oder nicht.

Hat die Freundin Erbschaftsgegenstände weiterverkauft oder verschenkt, so können deswegen auch Wertersatz- oder Schadensersatzansprüche bestehen.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
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