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Erbe bei Nicht anerkannter Vaterschaft?


| 05.01.2006 20:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Ich bin 1972 nichtehelich geboren, und mein Vater (Erzeuger) hat die Vaterschaft damals nicht anerkannt, bzw abgestritten. Meine Mutter war damals Verheiratet, und dessen Mann wurde als mein Vater eingesetzt. (Geburtsurkunde)

Irgendwann wollte der Mann meiner Mutter die Vaterschaft von meinem Erzeuger verlangen. Da ich zu der zeit aber schon ca. 10 Jahre alt war, konnten meine Mutter und ihr Mann keine rechtlichen Schritte mehr gegen den Erzeuger tätigen.

Ich selber wuchs bei meiner Oma (Mutter meines Erzeugers)auf, und habe von dieser Angelegenheit nicht sehr viel mitbekommen.
Wir (Mein Erzeuger und ich) hatten immer ein nettes Verhältnis zueinander das mich die rechtliche Lage auch nicht sonderlich interessierte.
Und dennoch stelle ich mir heute die Frage was passiert eigendlich nach seinem Ableben?
Er lebt zwar noch, und ich hoffe auch noch sehr lange, aber trotzdem:
Bin ich überhaupt erbberechtigt?
Könnte ich dann noch was ändern?
Es gibt keine weiteren Kinder, nur einen Bruder (mein Onkel)und seine Mutter (meine Oma). Verheiratet war er nie.
Unterlagen über die ganzen Streitereien von früher gibt es wahrscheinlich leider nicht mehr, und meine Mutter sowie ihr Mann leben auch schon lange nicht mehr.
Danke im Voraus

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt:

1.
Voraussetzung für ein gesetzliches Erbrecht des Vaters ist, dass die Vaterschaft förmlich festgestellt wurde, sei es vor oder nach dem Erbfall, entweder gerichtlich durch rechtskräftiges Urteil oder durch wirksames Anerkenntnis. So auch § 1592 BGB:


§ 1592 Vaterschaft

Vater eines Kindes ist der Mann,
1. der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist,

2. der die Vaterschaft anerkannt hat oder

3. dessen Vaterschaft nach § 1600d oder § 640h Abs. 2 der Zivilprozessordnung gerichtlich festgestellt ist.


2.
Auf der Hand liegt, dass die Anfechtungsfristen (§ 1600b BGB) abgelaufen sind.

3.
Dessen ungeachtet können Sie natürlich durch letztwillige Verfügung vom tatsächlichen Vater bedacht werden, was –schon angesichts des offenbar guten Verhältnisses zu Ihrem tatsächlichem Vater- der einig gangbare Weg in Ihrem Sinne wäre.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüssen!

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 05.01.2006 | 22:09

Noch 2 Fragen die ich habe:
Was heißt:

...dass die Vaterschaft förmlich festgestellt wurde, sei es vor oder nach dem Erbfall...

kann ich die Vaterschaft auch nach dem Erbfall noch feststellen lassen?
bzw gibt es noch weitere möglichkeiten meinerseits?

Punkt 3 kommt für mich nicht in Frage, da ich ihn "niemals" damit konfrontieren möchte bzw würde...
So wichtig ist mir das "Erbe" nun doch nicht, zumal es auch nicht um materielle bzw. finanzielle Angelegenheiten geht.

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Bemühungen trotz des sehr geringen Beitrages meinerseits...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.01.2006 | 22:25

Sehr geehrter Herr B.,

danke für Ihre Nachfrage.

Förmlich feststellen heisst, wie ja schon in der Ausgangsantwort beschrieben: Gerichtliche Feststellung oder Anerkenntnis.

Für die gerichtliche Feststellung auf Grund einer Anfechtung ist die 2-Jahres-Frist ab Kenntnisnahme der maßgeblichen Umstände Ihrerseits ersichtlich abgelaufen; eine Anerkenntnis erfordert neben dem Einverständnis der Mutter, dass die Vaterschaft eines anderen nicht (mehr) besteht – also auch kein Thema. Ihre Zusatzfrage nach den Möglichkeiten einer Feststellung NACH dem Erbfall- stellt sich damit leider gar nicht mehr.

Ich kann Ihnen deswegen nur Variante 3 anraten. Lassen Sie etwas Zeit vergehen, vielleicht sehen Sie die Dinge diesbezüglich irgendwann anders.

Es tut mir leid, Ihnen keine bessere Einschätzung mitteilen zu können. Ich hoffe trotzdem, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -


ra.schimpf@gmx.de

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