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Erbe ausschlagen und Pflichtteil geltend machen

| 25.11.2013 23:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


21:21
Ich bin Kind eines Erblassers und im Testament mit 2 weiteren Geschwistern (gleichberechtigt) als Erbe vorgesehen. Das Testament enthält ein Vermächtnis an die Ehefrau, in dem festgelegt ist daß an die Ehefrau eine Immobilie lastenfrei übertragen wird, d.h. wir Kinder erben sehr viele Schulden.
Der Wert des übrigbleibenden Vermögen ist nur knapp höher als die Schulden.

Meines Wissens nach kann ich das Erbe ausschlagen und den unbelasteten Pflichtteil geltend machen, da das Testament mit einem Vermächtnis beschwert ist. (<a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/2306.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 2306 BGB: Beschränkungen und Beschwerungen">§ 2306 BGB</a>)

Nun die Frage:
Muss in dem Schriftstück zum Ausschlagen des Erbe (welches ich von einem Notar anfertigen lassen möchte) der Hinweis drin stehen daß ich den Pflichtteil geltend mache? <!--dejureok-->
25.11.2013 | 23:53

Antwort

von


(605)
Reinhäuser Landstraße 80
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Die Ausschlagung des Erbes muß innerhalb der 6-Wochen-Frist gegenüber dem Nachlaßgericht erklärt worden sein (entweder dort zur Niederschrift oder mit notariell beglaubigter Erklärung), <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/1944.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 1944 BGB: Ausschlagungsfrist">§§ 1944</a> , <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/1945.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 1945 BGB: Form der Ausschlagung">1945 BGB</a> .

Es ist nicht erforderlich, daß in der Erklärung darauf hingewiesen wird, daß Sie den Pflichtteil beanspruchen. Der Pflichtteilsanspruch verjährt gem. <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/195.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 195 BGB: Regelmäßige Verjährungsfrist">§§ 195</a> , <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/199.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 199 BGB: Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist und Verjährungshöchstfristen">199 BGB</a> in drei Jahren zum Jahresende ab Entstehung und Kenntnis bzw. grobfahrlässiger Unkenntnis.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Vasel, Rechtsanwalt<!--dejureok-->


Rückfrage vom Fragesteller 26.11.2013 | 21:14

Ich muss nochmal nachfragen ob die Annahme, daß ich das Erbe ausschlagen und den Pflichtteil geltend machen kann da das Testament mit einem Vermächtnis beschwert ist (§2306) überhaupt richtig ist? Auf dieser Annahme beruht ja die ursprüngliche Frage.

Vielen Dank im voraus.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.11.2013 | 21:21

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

wenn der Erbfall nach dem 01.01.2010 eingetreten ist, können Sie, wenn das Erbe mit einem Vermächtnis beschwert ist, das Erbe ausschlagen und den Pflichtteil verlangen. Vorher war die Regelung komplizierter.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.11.2013 | 20:34

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