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Erbe ausschlagen oder konkludente Annahme der Erbschaft?

| 21.02.2018 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragen zur Annahme und Ausschlagung einer Erbschaft

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mein Großvater ist kürzlich verstorben und hat leider eine größere Menge Verpflichtungen hinterlassen.

Kurze Vorgeschichte:
Mein Opa kam vor ein paar Monaten ins Krankenhaus, anschließend in Kurzzeitpflege und dort wurde festgestellt das er in dauerhafte Pfelge gehört, da er bereits deutliche Anzeichen einer zunehmenden Demenz hatte.

Meine Tante hat sich ab dem Zeitpunkt des Krankenhausaufenthaltes um die belange meines Opa‘s gekümmert. Dabei sind ihr einige Schulden aufgefallen, um die Abwicklung dieser sich meine Tante kümmerte und noch kümmert.

Mit der Entscheidung der dauerhaften stationären Pflege hat meine Tante die Wohnung von meinem Opa (er war bereits verwitwet) gekündigt. Daher haben wir bereits begonnen diese auszuräumen, in dem Gedanken das mein Opa in Zukunft nur noch in einer stationären Pflegeeinrichtung leben kann.
Ein paar Gegenstände wurden verkauft und ein paar Gegenstände behalten. (Die Gegenstände wurden dann unter nahen und entfernteren Verwandten verteilt und alle sind nicht sonderlich von Wert.)

Weiterhin hat der Vermieter von meiner Tante verlangt, dass wir die Wohnung umfangreich renovieren, dies soll wohl mietrechtlich ordnungsgemäß sein und damit soll nun begonnen werden.

Nun kommt die Frage:

Können wir noch das Erbe noch wirksam ausschlagen und wie?

Da mein Opa nun leider verstorben ist, habe ich vorgeschlagen um die nicht zu kalkulierenden Kosten zu begrenzen, dass erbe auszuschlagen, meine Tante vertritt die Auffassung, das wir das Erbe bereits angenommen haben, weil wir die Gegenstände entnommen haben. Ich fasse das jedoch als ledigliche Verwaltungstätigkeit in Vertretung für meinen Opa auf, da wir dies 1. vor seinem Tod taten und 2. nicht in Erwartung dessen.

Vielen Dank in Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sie schildern, dass sämtliche Tätigkeiten vor dem Tod des Großvaters erfolgt sind, somit kann das aufgrund des zum damaligen Zeitpunkt fehlenden Erbfalls keine Erbannahme darstellen. Sie werden gegebenenfalls verpflichtet sein die einbehaltenen Gegenstände herauszugeben, wenn Sie dazu von den zukünftigen Erben (gegebenenfalls der Staat) aufgefordert werden.

Eine Erbannahme wäre nur dann erfolgt, wenn Sie nach dem Tod Ihren Willen zum erben objektiv eindeutig zum Ausdruck gebracht haben und/oder über den Nachlass bzw. einzelne Gegenstände verfügen. Keine Annahme liegt u.a. auch bei reinen Fürsorgemaßnahmen für den Nachlass die während der Überlegungsfrist geboten ist oder bei Übernahme der Beerdigungskosten.

Sofern Sie nach dem Tod nicht über den Nachlass verfügen, können Sie innerhalb der Ausschlagungsfrist (6 Wochen nach Kenntnis) die Erbschaft beim Nachlassgericht wirksam ausschlagen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.





Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
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Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familien- und Erbrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)

Bewertung des Fragestellers 23.02.2018 | 00:30

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 23.02.2018 4,4/5,0
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