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Erbe ausschlagen oder Nachlassinsolvenz beantragen?

| 19.10.2008 19:57 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Guten Abend,

in unserer Familie ist in dieser Woche der Vater als zweiter Elternteil verstorben. Für uns Erben ist zu vermuten, dass der Nachlass überschuldet ist. Bei dem Tod meiner Mutter haben wir damals das Erbe ausgeschlagen.

Für uns als Erben stellt sich jetzt die Frage, ob wir nur das Erbe ausschlagen oder ob wir eine Nachlassinsolvenz beantragen müssen? Sind wir zur Nachlassinsolvenz verpflichtet (Nachlassgericht in NRW) ?

Zum Nachlass gehören auch Haustiere. Dürfen wir diese verschenken bzw. dem Tierschutzbund übergeben? Es wäre kein Problem im Familienkreis Einigkeit darüber zu erzielen, aber es besteht eine Unsicherheit bezüglich der "Annahme der Erbschaft durch Entnahme von "Gegenständen""? Gibt es eine Unterscheidung zwischen "Wertgegenständen" und persönlichen Gegenständen? Wenn wir die Tiere bei uns pflegen (und somit die kosten übernehmen), ist dabei im Erbrecht etwas zu beachten?

Das Konto, auf dem die Renten des Vaters eingegangen sind wird auf meinen Namen von mir geführt und wurde von meinen eigenen Guthaben getrennt verwaltet. Es ist nur ein geringes Guthaben darauf. Sollte ich dieses an das Nachlassgericht überweisen oder eine Aufforderung seitens des Gerichtes auf mich zukommen lassen?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Eine Verpflichtung zur Durchführung eines Nachlassinsolvenzver-fahrens besteht nicht, empfiehlt sich jedoch in bestimmten Fällen. Ob ein solcher vorhanden ist bzw. ob sie das Erbe ausschlagen sollten etc. kann nur an Hand des konkreten Nachlassbestandes entschieden werden. Eine Empfehlung diesbezüglich verbietet sich demgemäß an dieser Stelle.

Die Annahme der Erbschaft kann auch durch schlüssiges Verhalten erfolgen. Dies kann z.B. durch Verfügung über einen Nachlass-gegenstand geschehen. Daher sollten Sie eine solche Handlung über einen Gegenstand der Erbschaft, egal ob Wertgegenstand oder persönlicher Gegenstand, vermeiden, sofern Sie sich die Option der Ausschlagung offen lassen wollen. Sofern Sie die Tiere bei sich aufnehmen oder verschenken, könnte darin eine Verfügung über diese und mithin eine Annahme der Erbschaft zu sehen sein.

Hinsichtlich des Kontos sollten Sie ebenfalls keine Verfügungen vornehmen, sofern noch keine Entscheidung hinsichtlich der Annahme, Ausschlagung oder Nachlassinsolvenz getroffen wurde.

---
Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 20.10.2008 | 11:41

Danke zunächst für diese erste Antwort. Auch wenn ich nur 25 Eur eingesetzt habe finde ich Ihre Antwort sehr oberflächlich! Bisher bin ich auf Ihrer Platform genauere Antworten gewöhnt. Dem Text können Sie ja bereits entnehmen, dass ich mich mit dem Thema bereits auseinander gesetzt habe. Von den angefragten Punkten ist mir nur zum Aspekt der Nachlassinsolvenz eine ausreichende Antwort gegebn worden.

Hinsichtlich der Tiere: Wir können diese nich sich selbst überlassen und wegen der Entfernung >40 km auch nicht am Ort pflegen. Wie kann mamm verfahren?

Hinsichtlich des Kontos: Wie ist der Ablauf, wenn ich das Erbe ausgeschlagen habe: Was muß ich dann mit dem Restguthaben machen bzw. kommt das Nachlassgerich mit entsprechenden Fragen auf mich zu?

Mit freundlichen Grüßen
...

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.10.2008 | 12:20

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Hinsichtlich der Tiere sollten Sie sich an das zuständige Veterenäramt bzw. Tierschutzbund/Tierheim wenden und dort die Information hinsichtlich der Tiere hinterlegen, sofern Sie sich nicht in der Lage fühlen, die Tiere zu versorgen und kein Erbe das Erbe angenommen hat bzw. sich bereit erklärt die Tiere zu pflegen.

Das Guthaben des Kontos fällt in die Erbmasse. Da noch nicht geklärt ist, wie es mit der Erbmasse weitergehen wird, sollten Sie diesbezüglich auf eine Benachrichtigung des Nachlassgerichtes bzw. eines eventuellen Erben warten. Sofern Sie das Erbe ausschlagen, dürfen Sie keine Verfügungen hinsichtlich des Guthabens vornehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 20.10.2008 | 13:23

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

""Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?" Auf Nachfrage ja (vergl. dort)
"Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?" Bezogen auf das Konto wäre in der ersten Antwort ein Hinweis auf bestehende Abbuchungsgenehmigungen (Lastschriften) und meine "Sorgfaltspflicht" gegenüber dem Nachlass angeraten gewesen. Aus meiner Sicht sind z.B. Daueraufträge an Inkassofirmen und gleichzeitige Teilnahme an einer staatlichen Lotterie (Abbuchungsgenehmigung) mit meiner Plicht, den Nachlass zu verwalten, schlecht vereinbar. Dieses hätte mir ggf. mehr gebracht als eine Spekulation über die Gründe, ob eine Nachlassinsolvenz unter Umständen angeraten sein könnte."
FRAGESTELLER 20.10.2008 3,6/5,0
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