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Erbe ausschlagen - Wer erbt und hat es Auswirkung auf späteres Erbe

| 28.07.2020 10:22 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Fabian Fricke


Ich bittte um rechtliche Beurteilung des folgenden Sachverhalts:

Die Ehefrau (Mutter) ist verstorben und es existiert kein Testament. Hinterbliebene sind:
Ehemann
Tochter
Sohn
Eltern der Mutter
Schwester der Mutter

1. Wer erbt wenn Tochter und Sohn das Erbe auschlagen?
2. Hat die Erbausschlagung Wirkung auf das spätere Erbe wenn der Vater stirbt?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

soweit das Erbe durch die Kinder ausgeschlagen wird, erbt der überlebende Ehegatte drei Viertel des Nachlasses. Neben den Eltern des Erblassers erhöht sich der Erbteil des Ehegatten von mindestens der Hälfte um den pauschalen Zugewinnausgleich von einem Viertel auf insgesamt drei Viertel des Nachlasses. Den beiden Elternteilen steht je 1/8 zu. Die Schwester der Mutter erbt nichts.

Dies ergibt sich aus § 1931 Absatz 1 BGB und § 1371 Absatz 1 BGB

Zitat:
§ 1931 Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten
(1) Der überlebende Ehegatte des Erblassers ist neben Verwandten der ersten Ordnung zu einem Viertel, neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern zur Hälfte der Erbschaft als gesetzlicher Erbe berufen. Treffen mit Großeltern Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der Ehegatte auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach § 1926 den Abkömmlingen zufallen würde.
(2).....

Zitat:
§ 1371 Zugewinnausgleich im Todesfall
(1) Wird der Güterstand durch den Tod eines Ehegatten beendet, so wird der Ausgleich des Zugewinns dadurch verwirklicht, dass sich der gesetzliche Erbteil des überlebenden Ehegatten um ein Viertel der Erbschaft erhöht; hierbei ist unerheblich, ob die Ehegatten im einzelnen Falle einen Zugewinn erzielt haben.
(2)......

Für das spätere Erbe vom Vater hat dies keine Bedeutung, hier blieben die Kinder voll erbberechtigt.

Das Erbe ist nur insoweit geschmälert, als dass ein Viertel an die Großeltern geht und bei deren Tod je nach Konstellation oder Testament dieses Viertel an andere Erben gehen kann oder geteilt werden muss.

Ich hoffe Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

Rückfrage vom Fragesteller 28.07.2020 | 16:20

Sehr geehrter Herr Fricke,

herzlichen Dank für Ihre umgehende Stellungnahme.

Verstehe ich also richtig, dass sich die Erbfolge nach "unten" fortsetzt, so dass wenn jetzt auch die Eltern das Erbe ausschlagen würden, deren Anteil an die Schwester und nicht an den Ehegatten gehen würde.

Für Ihre Antwort bedanke ich mit im Voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.07.2020 | 16:34

Sehr geehrter Fragesteller,

dass ist so leider nicht ganz richtig, wenn die Eltern der Frau ebenfalls das Erbe ausschlagen erbt die Schwester der Mutter nach wie vor nichts, da es sich um eine Erbin der vierten Ordnung handelt. Es gilt hier § 1931 Absatz 1 Satz 2 BGB:

Zitat:

Treffen mit Großeltern Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der Ehegatte auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach § 1926 den Abkömmlingen zufallen würde.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke




Ergänzung vom Anwalt 30.07.2020 | 10:02

Sehr geehrter Fragesteller,

leider habe ich bei der Beantwortung der Nachfrage einen Denkfehler gehabt und versehentlich die Schwester als Schwester der Großmutter eingestuft. Richtigerweise erbt die Schwester der Ehefrau aber ein 1/4. Es tut mir leid wenn ich hier für Verwirrung gesorgt habe.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

Bewertung des Fragestellers 04.08.2020 | 12:59

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