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Erbe aus dem Ausland

| 20.02.2021 23:38 |
Preis: 83,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Guten Abend,
Wir werden wahrscheinlich Anteile einer Immobilie in Saudi Arabien erben. Unser eigenes saudisches Konto kann z.Zt. nicht benutzt werden und so wurden zunächst 40.000,00 € vom Konto einer Schwester hierher nach Deutschland überwiesen.
Unsere Bank meldete sich sofort mit der Frage, woher das Geld komme und wir müssten es der Bundesbank melden.
Das haben wir ordnungsgemäß gemacht, die Meldung an das Finanzamt aber noch nicht.

Meine Frage:
Das Erbe ist von einer weiteren, verstorbenen Schwester und nach einem Freibetrag von 20.000,00 € beträgt die Steuer 3.000,00 € Ist das richtig?
Müsste das Geld auch versteuert werden, wenn es von unserem eigenen Konto in Jeddah überweisen wird? Wegen Corona kann z.Zt. niemand von uns hinfliegen um die Angelegenheit mit dem Konto vor Ort in Ordnung zu bringen. Online geht das leider nicht.

Vielen Dank im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen
21.02.2021 | 02:32

Antwort

von


(194)
Schevenstr. 1 a
01326 Dresden & Köln
Tel: 0351 65 888 350
Web: http://www.kanzleifricke.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

bei einem Erbe von Ihrer Schwester unterliegen Sie nach § 19 ErbStG bei Ihrem Betrag einem Steuersatz von 15 Prozent.

Bei einem Freibetrag nach § 16 I Nr. 5 ErbStG von 20.000 Euro macht das eine Steuerlast von 6.000 Euro aus.

Egal wo das Geld herkommt und wie es bezahlt wird. Es bleibt beim steuerpflichtigen Vorgang nach § 1 I Nr. 1 ErbStG.

Sie sind als Erwerber zur Zeit der Entstehung der Steuer nach § 2 I ErbStG ein Inländer, so daß hier auch die persönliche Steuerpflicht greift.

Also, in sachlicher und persönlicher Hinsicht ist der Erbfall zu besteuern. Die Freibeträge und der Steuersatz machen eine vorzeitige Steuerlast von 6.000 Euro aus. Ob und wie der Geldfluss erfolgen wird, mag eine Steuerlast faktisch vereiteln können. Die Steuerpflicht bleibt jedoch, so daß eine Gestaltung über Geldflüsse hier offziell zumindest die Versteuerung des Erbes nicht verhindern kann.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA und Dipl. Kfm.


Rückfrage vom Fragesteller 21.02.2021 | 10:48

Guten Tag und vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!
Die Höhe der Steuerlast hatte ich auch so angenommen wie Sie es schreiben.
Und zu Ihrer Antwort: Was verstehen Sie unter "Gestaltung über Geldflüsse"?

Im Voraus vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.02.2021 | 12:51

...Ich hatte das verstanden: Die Erblast macht niemandem Spass und ich dachte, daß hier auch darüber nachgedacht wird, über eigene Konten sich selber Geld zu überweisen, um das Fremdgeld aus einer Erbschaft zu verschleiern. Ob das angedacht war, weiss ich nicht. Ich wollte im Ergebnis nur klarstellen, daß hier ein lupenreiner Steuerfall vorliegt, der ordentlich abzuwickeln sein wird.

Nochmals mit besten Grüssen

Fricke
RA

Ergänzung vom Anwalt 21.02.2021 | 02:35

Sorry, 3.000 Euro wegen des Freibetrages, habe mich verrechnet....

Bewertung des Fragestellers 21.02.2021 | 13:30

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Danke für die sehr schnell und kompetente Auskunft!


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