Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbe aus Zugewinn der Ehescheidung?


| 05.10.2006 14:38 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



A u. B sind verheiratet, leben allerdings "getrennt" u. die Scheidung läuft, A wird zum schwerst Pflegefall u. kann sich nichtmehr äußern, bevor die ehe vom Gericht "aufgehoben" wird verstirbt A.
A hat eine Tochter mit in die ehe gebracht u. in der Ehe wurde ein Sohn gezeugt u. geboren.

Jetzt fast 3 Jahre nach dem Tot von A ist Geld aufgetaucht u. man wollte einen Erbschein beantragen, jedoch war nicht klar ob B auch etwas erben würde. Mittlerweile hat sich rausgestellt das B laut § 1933 nichts bekommt da die Ehescheidung „eingeleitet“ wurde.

In einem schreiben vom Amtsgericht wurde erklärt das laut §1587 Absatz 2 BGB der beginn der Ehezeit der 01.10.1969 ist u. Ende der 30.06.1999 ist, Antrag auf Versorgungsausgleich wurde gestellt.
die „Verhandlungen“ über den Zugewinn liefen noch, jedoch wurde A dann zum Pflegefall so das daß verfahren zwar vom Betreuer weitergeführt wurden, A jedoch nie Geld aus dem Zugewinn erhielt.


Es wurde 3 mal der besitz geschätzt, jedes Mal passte es A od. B nicht, wie wird der Zugewinn nun berechnet?

Haben die Kinder von A nun einen Erbanspruch der sich nach dem Zugewinn richtet?

Wie lange sind die fristen um sein erbe einzufordern?

Wie kann man diese fristen aussetzen, eventuell indem man B anschreibt u. sein erbe einfordert, ist dies erst mal auch ohne Anwalt möglich bis dieser sich in die ganzen Akten „eingelesen“ hat?

Vielen Dank
pOtH

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Erbrechtliche Ansprüche verjähren gemäß § 197 Abs. 1 Nr. 2 BGB nach dreißig Jahren. Da der Tod von A noch keine dreißig Jahre her ist, können die Kinder von A noch Erbansprüche geltend machen, sie haben sogar noch viele Jahre Zeit und können die Sache in Ruhe klären. Natürlich kann dies zunächst ohne Anwalt geschehen; je nachdem, wie das Verhältnis zwischen B und den Kindern ist, kann es jedoch ratsam sein, frühzeitig anwaltlichen Beistand zu suchen.

Ob neben dem Geld, das zwischenzeitlich aufgetaucht ist, auch der Zugewinn im Rahmen des Erbes eine Rolle spielt, ist fraglich. Die Erben, also nach Ihren Angaben die Kinder des A, sind beim Tod des A in dessen Rechtsstellung eingerückt. D.h., wenn A im Zeitpunkt seines Todes Anspruch auf einen Zugewinnausgleich hatte, dann ist dieser auf die Kinder übergegangen. Ob A einen solchen Anspruch hatte, geht aus Ihrer Schilderung nicht hervor. Sollte dieser Anspruch tatsächlich bestanden haben, stellt sich als nächstes die Frage, ob er möglicherweise verjährt ist. Gemäß § 1378 Abs. 4 BGB verjähren Ansprüche betreffend den Zugewinnausgleich binnen drei Jahren, gerechnet ab dem Zeitpunkt, ab dem der Güterstand beendet war, also wahrscheinlich ab dem 30.06.1999. Möglicherweise wurde die Verjährung durch Einleitung eines Gerichtsverfahrens betreffend den Zugewinnausgleich gehemmt, so dass noch keine Verjährung eingetreten wäre. Hier kommt es aber sehr auf die genauen Umstände des Falles an. Die Kinder des A werden insoweit ohne anwaltlichen Beistand wohl nicht weit kommen.

Die Kinder können der B schon einmal mitteilen, dass sie hinsichtlich des aufgetauchten Geldes Erbansprüche geltend machen; hierfür haben sie wie gesagt noch lange Zeit. Außerdem können sie der B anzeigen, dass das Thema Zugewinnausgleich noch nicht erledigt ist und nun geprüft werden soll, ob die Kinder auch insoweit erbrechtliche Ansprüche geltend machen können. Für Letzteres sollte aber wie gesagt unbedingt ein Anwalt hinzugezogen werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 05.10.2006 | 19:50

Wenn ich es richtig aus den spärlichen Akten entnehme die ich nun vom Betreuer erhalten habe, gab es ein „verfahren“ beim Amtsgericht das sich erheblich in die Länge gezogen hat, da man einen schmutzigen Rosenkrieg geführt hat was den Zugewinn anging.

Eine Schätzung folgte der anderen, bis A leider der Schlaganfall u. Hirnblutung einen strich durch die Rechnung machte.
Das „verfahren“ wurde dann am 25.08.2000, auf Antrag des Prozessbevollmächtigten ausgesetzt.

Daher weiß ich nicht ob die Kinder einen Anspruch haben, da das verfahren ja nicht abgeschlossen wurde ist auch nicht klar wie hoch dieser anspruch ist b.z.w sein könnte.
können sie eventuell daraus schon eher ableiten ob ein Anspruch besteht u. ob diese 3 Jahre Verjährungsfrist "ausgesetzt wurden"?
Nach welchem „Interessen Schwerpunkt“ sollte man einen Anwalt wählen, erbrecht, familienrecht, scheidungsrecht?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.10.2006 | 08:40

Es sieht leider eher so aus, als wäre ein Zugewinnausgleichsanspruch verjährt. Durch die Einleitung des Gerichtsverfahrens wurde die Verjährung zwar zunächst gehemmt (§ 204 Abs. 1 BGB). Gemäß § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB läuft die Verjährung jedoch wieder weiter, wenn das Verfahren dadurch in Stillstand gerät, dass die Parteien es nicht weiter betreiben; und zwar läuft die Verjährung ab dem Zeitpunkt, in dem sechs Monate ab der letzten Verfahrenshandlung abgelaufen sind. In Ihrem Fall war die Verjährung also wohl bis irgendwann in der ersten Jahreshälfte des Jahres 2001 gehemmt. Da seitdem mehr als drei Jahre vergangen sind, ist Verjährung sehr wahrscheinlich.

Wenn Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen wollen, dann wenden Sie sich am besten an einen Anwalt mit Schwerpunkt im Erbrecht. Das Hauptgewicht Ihres Falles liegt eindeutig im Erbrecht, die familienrechtlichen Aspekte wird auch ein solcher Anwalt bearbeiten können.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"vielen dank, sie haben den kindern sehr geholfen! "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER