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Erbe an Sohn übertragen bzw. Schenkung

12.03.2012 19:16 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Maike Domke



Mein Großvater ist 1996 gestorben und hat damals per Testament verfügt dass seine Frau 1/4 bekommt und sein Sohn 3/4. Nun ist meine Großmutter 2010 verstorben, was meinen Vater zum allein Erben macht.
Das Erbe war Gründstück mit Wohnhaus,Scheune und Garagen. Des weiteren unbebaute Grünflächen und Geld und Maschinen.

Das Haus mit Landwirtschaflichen Gebäuden sind renovierungsbedürftig und haben einen Wert von höchstens ca. 150000 Euro.

Nur das Grundstück wo die Gebäude drauf stehen möchte mein Vater (ist Rentner) jetzt mir schenken. Ich möchte das Haus umbauen und müsste noch ca 150000 € investieren.

Sein Steuerberater meinte er soll noch warten bis er die Schenkung durchführt da es sein kann das das Finanzamt eine Steuer verlangt. Ich soll die Rechnungen von den Investionen aufbewaren damit ich belegen kann dass das Geld von mir kommt.

Diesen Grund verstehe ich nicht ganz. Da es doch einfacher für mich wäre wenn ich Grundbuch eingetragen wäre.

Vor 3 Wochen ist von Nachlassgericht ein Schreiben zur Wertermittlung des Nachlasses gekommen. Dabei war auch ein Grundbuch Auszug wo mein Vater für alle Grundstücke eingetragen ist.

Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

Letztlich ist es für den Erblasser egal, ob er sein Vermögen an nahe Angehörige wie Kinder etc. verschenkt oder vererbt.

Der Schenkungsfreibetrag für Kinder beträgt € 400.000,- und kann alle 10 Jahre genutzt werden. Auch der Erbschaftsteuerfreibetrag für Kinder beträgt € 400.000,-, so dass bis zum Erreichen dieser Summe keine Steuern gezahlt werden müssen. Auch bei einer Schenkung von Todes wegen und als solche würde ich die Schenkung Ihres Vaters an Sie qualifizieren, gilt der Freibetrag der Erbschaftssteuer.

Was genau Ihr Steuerberater meint, weiß ich nicht. Vielleicht hat er an die Spekulationssteuer gedacht, die auch bei der privaten Veräußerung von Immobilien anfallen kann, wenn diese innerhalb von 10 Jahren nach Erwerb erfolgt.

Sie sollten vor der Eigentumsübertragung das Gebäude und Grundstück aber noch einmal schätzen lassen, damit Sie sicher gehen, dass der Wert € 400.000,- nicht übersteigt. Dies sollten Sie auch an das Finanzamt geben.
Wenn Sie Ihren Steuerberater noch einmal fragen, was er meint, können Sie mich gern noch einmal kontaktieren.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nachfrage vom Fragesteller 14.03.2012 | 18:55

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe würde dann eine Spekulationsteuer anfallen wenn ich Das Grundstück was an mich verschenkt wurde innerhalb von 10 Jahren verkaufen würde.

Oder müsste mein Vater bei der Schenkung an mich auch eine Spekulationsteuer bezahlen wenn das Haus verkauft wird. An einen Verkauf des Gründstück wird eigendlicht nicht gedacht.

Da das Grundstück einen Wert von unter 400000 € hat wäre die Schenkung dann Steuerfrei, vorraus gesetzt ich erbe innerhalb von 10 Jahren nichts von meinem Vater oder es übersteigt nicht die 400000 € Grenze.

Vielen Dank für die Hilfe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.03.2012 | 19:31

Sehr geehrter Ratsuchender,

nein bei einer Schenkung von Ihrem Vater an Sie fällt keine Spekulationssteuer an. Die Schenkung ist damit steuerfrei. Bei einem größeren Grundstück mit Gebäuden sollten Sie aber für das Finanzamt ein Gutachten einholen, damit Sie belegen können, dass der Wert unter dem Freibetrag liegt.

Mit freundlichen Grüßen
Maike DOmke
- Rechtsanwältin -

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