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Erbe Was steh uns zu vom Haus ?


17.11.2005 17:58 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers



unser vater ist im märz 2003 verstorben,da mein vater nie ein testament gemacht hat, haben wir jetzt folgendes problem :

unsere mutter hat mittlerweile einen neuen mann kennengelernt,mit dem sie im haus wohnt.da meine mutter nach dem tod von unserem vater eine lebensversicherung bekommen hatte und wir nie davon ausgegangen sind,dass unsere mutter das haus verkaufen will.
frage:

-kann unsere mutter das haus einfach so verkaufen ohne mich und meine schwester darüber zu informieren?

-was steht ,mir und meiner schwester zu, im falle eines verkaufes des hauses,da mein vater das haus für damals 30000€ gekauft hat aber der momentane wert bei 175000€ liegt?

-kann meine schwester und ich unseren pflichtanteil von unserer mutter einfordern?

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Da Ihr verstorbener Vater kein Testament errichtet hat, tritt die gesetzliche Erbfolge ein. Diese sieht in Ihrem Fall so aus:

Ihrer Mutter, vorausgesetzt diese war im Zeitpunkt des Erbfalls mit Ihrem Vater (noch) verheiratet, steht neben Ihnen und Ihrer Schwester als gesetzliche Erben 1. Ordnung (Abkömmlinge des Erblassers, § 1924 Abs. 1 BGB) zunächst nach § 1931 Abs. 1 BGB ein Viertel der Erbschaft zu.

Lebten Ihre Eltern zum Zeitpunkt des Erbfalls im gesetzlichen Güterstand der Zugweinngemeinschaft, dann erhöht sich nach §§ 1931 Abs. 3, 1371 Abs. 1 BGB der gesetzliche Erbteil Ihrer Mutter um ein weiteres Viertel. Damit soll pauschal der Zugewinnanspruch verwirklicht werden, unabhängig davon, ob überhaupt ein Zugewinn während der Ehe erzielt wurde.

Danach steht Ihrer Mutter also die Hälfte der Erbschaft zu. Die andere Hälfte steht Ihnen und Ihrer Schwester je zu 1/2 zu. Sie und Ihre Schwester erhalten von der gesamten Erbschaft mithin je ein Viertel.

Mit dem Erbfall sind Sie von gesetzes wegen in die Rechtstellung des Erblassers eingetreten. Was das Haus anbelangt sind Sie daher als Erben Ihres Vaters Eigentümer/Miteigentümer des Hauses geworden, wenn und soweit Ihr Vater dies war. Das hat zur Folge, dass Ihre Mutter das Haus nicht ohne Ihre Mitwirkung verkaufen kann. Bei einem Verkauf des Hauses steht Ihnen der Anteil am Verkaufserlös zu, der Ihrem Erbteil entspricht.

Gedanken um irgendwelche Pflichtteilsansprüche brauchen Sie sich hier keine zu machen. Den Pflichtteil, der die Hälfte des gesetzlichen Erbteils ausmacht, könnten Sie verlangen, wenn Sie enterbt worden wären. Das sind Sie aber nicht.

Veranlassen Sie auf jeden Fall, dass Sie und Ihre Schwester im Grundbuch als Miteigentümer eingetragen werden. Dazu müssen Sie zunächst beim Nachlaßgericht einen Erbschein beantragen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiterhelfen können. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Achim Schroers
Rechtsanwalt


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