Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
484.799
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbe Vertrag Wohnungsbau-Genossenschaft


| 09.12.2010 00:50 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Ich bin Erbin meines Vaters, der Mitglied in einer Wohnungsbau-Genossenschaft war, bis er kürzlich starb. Als solcher hatte er auch einer Wohnung zur Miete in dieser Genossenschaft.
Ich würde diese gerne für längere Zeit übernehmen, obwohl ich nicht bei meinem Vater gewohnt habe.
Die Genossenschaft will den Mietvertrag meines Vaters jedoch kündigen und mich nicht länger als ein Vierteljahr dulden.
Nun steht in der Satzung dieser Genossenschaft,
dass, wenn ein Mitglied stirbt, die Mitgliedschaft auf die Erben übergeht, dass sie jedoch mit dem Schluss des Geschäftsjahres endet, in dem der Erbfall eingetreten ist.
Ebenso steht darin, dass ein Mitglied der Genossenschaft das Recht auf wohnliche Versorgung durch Nutzung einer Genossenschaftswohnung hat.
Weiter steht darin, dass die Überlassung einer Genossenschaftswohnung ein dauerndes Nutzungsrecht eines Mitglieds begründet.
Im Dauernutzungsverrag zu der Wohnung steht, dass, wenn sich beim Todesfall das Nutzungsverhältnis mit einem Erben des verstorbenen Mitglieds fortsetzt, ohne dass dieser Die Mitgliedschaft bei der Genossenschaft erwirbt, die Genossenschaft das Nutzungsverhältnis zum nächst zulässigen Termin kündigen kann.
Nun frage ich den juristischen Fachmann, ob dies zusammengenommen bedeutet,
- dass ich nach einem Vierteljahr oder zum Schluss des Geschäftsjahres diese Wohnung verlassen muss, oder ob dies bedeutet,
- dass ich, wenn ich erst einmal in dieser Wohnung wohne, ein dauerndes Nutzungsrecht erwerbe, das über dieses Geschäftsjahr oder zumindest über dieses Vierteljahr hinausgeht.
Sehr geehrter Fragesteller,

Nach dem Tod eines Mieters können bestimmte sog. eintrittsberechtigte Personen (z. B. Ehegatten) in das Mietverhältnis eintreten. Wenn dies nicht der Fall ist, wird der Mietvertrag mit den Erben fortgesetzt. Es können dann sowohl Mieter als auch Vermieter mit der gesetzlichen Frist kündigen (§ 564 Satz 2 BGB). Ein berechtigtes Interesse ist auf Seiten des Vermieters nicht vorausgesetzt. Der Vertrag entspricht insoweit der gesetzlichen Regelung.

Wird Ihnen also gekündigt, werden Sie nach Ablauf der Kündigungsfrist leider ausziehen müssen.

Darüber hinaus können Sie nur wohnen bleiben, wenn Sie dauerhaft selbst Mitglied der Genossenschaft werden und einen eigenen Nutzungsvertrag über die Wohnung mit der Genossenschaft abschließen. Darum müssten Sie sich alsbald bemühen.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 11.12.2010 | 00:53


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?