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Erbe: Vater gestorben. Aufteilung Häuser auf Mutter, Kinder.

| 08.07.2020 15:54 |
Preis: 51,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Sachverhalt:

Mein Vater ist vor 2 Jahren gestorben. Kein Testament. Er hinterlässt seiner Frau und seinen beiden Kindern 2 Häuser und weiteres Vermögen in Form von Geld und Wertpapieren.
Meine Eltern lebten in Zugewinngemeinschaft, d.h. die Hälfte des Vermögens gehört/e meiner Mutter.
Die andere Hälfte ist also das Erbe mit 50% Mutter, 25% die beiden Kinder. Erbschein haben wir.

In einem der beiden Häuser lebt meine Mutter und möchte und soll auch dort wohnen bleiben.
Das zweite Haus ist vermietet. Das soll auch so bleiben.

Gerne würden wir es so aufteilen:

Haus 1: 100% meine Mutter (und sie wohnt auch weiter dort drin, ihr soll es komplett gehören)
Haus 2: 50% je Kind (also NUR die beiden Kinder, obwohl ja eigentlich 50% nicht Teil des Erbes sind, soweit ich das verstehe).
Weiteres Vermögen: Entsprechend dem Erbschlüssel 50% / 25% / 25% unter Berücksichtigung der Werte der Häuser.

Frage 1: Geht es, dass wir uns alle 3 gemeinsam einigen, dass das Haus 2 dann komplett den beiden Kindern gehört, auch wenn ja nur 50% in der Erbmasse sind? Wenn ja, was ist dabei zu beachten?
Frage 2: Müssen die beiden Kinder eine GBR mit eigener jährlicher Steuererklärung etc o.ä. gründen, um das Haus 2 zu vermieten? Wie geht es möglichst einfach? Muss der Mietvertrag entsprechend angepasst werden? Was ist noch notwendig?
Frage 3: Meine Mutter würde uns gerne etwas mehr aus dem Erbe des Bar- und Wertpapiervermögen als nach dem Schlüssel zukommen lassen. Wie geht das am einfachsten?
Frage 4: In den 2 Jahren seit dem Tod sind Mietzahlungen aus Haus 2 aufgelaufen und das Bar- und Wertpapiervermögen aus dem Erbe ist gestiegen. Wie ist damit umzugehen?

Vielen Dank im voraus!


Einsatz editiert am 09.07.2020 17:57:05

Einsatz editiert am 10.07.2020 12:27:12
13.07.2020 | 05:58

Antwort

von


(154)
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10245 Berlin
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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Information beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

zu 1.)
Eine solche Aufteilung ist möglich, diese Aufteilung findet im Rahmen der Erbauseinandersetzung statt. Dazu vereinbaren SIe einen Termin bei einem Notar und treffen diese Vereinbarungen in einem Vertrag. Sie können die Gegenstände des Nachlasses "frei Verteilen", so lange hinsichtlich des Wertes die Quoten gewahrt werden.

zu 2.)
Die Kinder müssen dann eine Steuererklärung abgeben, entwerder als GbR oder als Bruchteilseigentümer (im Grundbuch steht dann, Eigentümer zu 1/2). Für die Steuererklärung (GbR oder Bruchteilsgemeinschaft) sollten Sie einen Steuerberater hinzuziehen.

An den Mietverträgen ändert die Erbenstellung erst einmal gar nichts. Sie sollten den Mietern und einer Hausverwaltung die neue Eigentümerstellung dann mitteilen, gegebenenfalls durch VOrlage des Grundbuchauszuges. Wenn sIe möchten können Sie den Mietern Nachträge zu den Mietverträgen übermitteln. In diesen Nachträgen ändern SIe dann die Person des Vermieters.

zu 3.)
Wenn Ihre Mutter Ihnen mehr zu kommen lassen möchte, ist das eine Schenkung Ihrer Mutter an die Kinder. Gemäß <a href="http://dejure.org/gesetze/ErbStG/16.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 16 ErbStG: Freibeträge">§ 16 ErbStG</a> besteht pro Kind ein Freibetrag i.H.v. 400.000 €, d.h. Schenkungen i.H.v. 400.000 € werden steuerlich nciht berücksichtigt, so lange die Schenkungen diesen Betrag innerhalb von 10 Jahren nicht überschreiten. Ihre Mutter kann Ihnen einfach etwas schenken.

zu 4.)
Diese Mietzahlungen sind der Erbengemeinschaft zuzurechnen und von den einzelnen Mitgliedern als EInnahme zu versteuern.

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe, bei eventuellen Nachfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen.

Berücksichtigen Sie bitte, dass auch kleine Sachverhaltsänderungen zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


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Rückfrage vom Fragesteller 13.07.2020 | 11:09

Sehr geehrter Herr Braun,

vielen Dank für Ihre Antwort. Folgende Nachfrage, um Missverständnisse zu vermeiden.

Zu 1:
Sie schreiben, es ist möglich, " Sie können die Gegenstände des Nachlasses frei Verteilen".
Aufgrund der Zugewinngemeinnschaft ist die Hälfte von Haus 1 ja gerade nicht Teil des Nachlasses, sondern gehört weiter meiner Mutter (soweit ich es verstehe). So eine Verteilung des kompletten Hauses auf die Kinder ist aber trotzdem möglich, wenn meine Mutter dann andere Besitztümer aus dem Nachlass erhält?
Und: Ist hierzu ein Notarvertrag zwingend notwendig?

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.07.2020 | 17:12

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Mutter hat einen Anteil i.H.v. 50 % an der Erbmasse, ihr gehört nicht das Haus.

Eine notarielle Beurkundung ist wegen der Immobilien zwingend notwendig.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.07.2020 | 10:17

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