Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbe / Testament meiner Mutter

31.07.2009 22:29 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

Meine Mutter ist vor ca. 6 Monaten gestorben. Ich bin ihre einzige leibliche Tochter. Mein Stiefvater hat mir jedoch bis heute keinerlei Auskunft über das Testamt oder Erbe gegeben.
Soweit ich weiß bzw. vermute, haben sich beide im Falle des Todes als gegenseitige Alleinerben eingesetzt (Berliner Testament?).

Ich habe nun folgende Fragen:
- Habe ich im Falle eines Berliner Testaments als einzige leibliche Tochter trotzdem Anspruch auf 50% des Vermögens?
- Welche Möglichkeiten habe ich, um Informationen über die Vermögenslage zu bekommen?
- Größter Vermögenswert ist ein Haus mit Mieteinkünften, in dem mein Stiefvater mit meiner Muter gelebt hat und weiterhin lebt. Habe ich irgendwelche Ansprüche falls mein Stiefvater irgendwann als alleiniger Eigentümer des Hauses eingetragen worden ist?

Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich möchte Ihre Fragen auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Auf Grund Ihrer Angaben gehe ich davon aus, dass Ihre Mutter und Ihr Stiefvater mit einander verheiratet waren.

Sofern dieses sich gegenseitig als Alleinerben durch ein Berliner Testament eingesetzt haben, steht Ihnen ein Pflichtteilsanspruch zu. Dieser beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils, also insgesamt die Hälfte des Nachlasses, das im Eigentum Ihrer Mutter stand.

Als Pflichtteilsberechtigte haben Sie gegen den vermeintlichen Erben (Ihrem Stiefvater) ein Auskunftsanspruch nach § 2314 Abs. 1 BGB.

Ist der Pflichtteilsberechtigte nicht Erbe, so hat ihm der Erbe auf Verlangen über den Bestand des Nachlasses Auskunft zu erteilen.
Der Pflichtteilsberechtigte kann verlangen, dass er bei der Aufnahme des ihm nach § 260 BGB vorzulegenden Verzeichnisses der Nachlassgegenstände zugezogen und dass der Wert der Nachlassgegenstände ermittelt wird.
Er kann auch verlangen, dass das Verzeichnis durch die zuständige Behörde oder durch einen zuständigen Beamten oder Notar aufgenommen wird.

Sie haben auch ein Anspruch auf Auskunft, ob in den letzten 10 Jahren vor dem Tode Ihrer Mutter Schenkungen vorgenommen wurden.

Sofern Ihre Mutter Ihrem Stiefvater das Haus möglicherweise überschrieben hat, steht Ihnen ggf. eine Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB zu.

Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, so kann der Pflichtteilsberechtigte als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird.

Die Schenkung bleibt unberücksichtigt, wenn zur Zeit des Erbfalls zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstands verstrichen sind; ist die Schenkung an den Ehegatten des Erblassers erfolgt, so beginnt die Frist nicht vor der Auflösung der Ehe, § 2325 Abs. 3 BGB.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.

Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen, sofern Sie der Nutzung dieser Möglichkeiten aufgeschlossen gegenüberstehen.

Eine weiterführende Vertretung zieht allerdings weitere Kosten nach sich. Im Fall einer Beauftragung würde ich den hier gezahlten Einsatz auf meine nachfolgenden Gebühren vollständig anrechnen.


Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.07.2009 | 23:01

Sehr geehrter Herr Liebmann,

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Sie schreiben, daß ich bzgl. des Nachlasses verlangen kann, das Verzeichnis durch die "zuständige Behörde" erstellen zu lassen.
Welches ist die "zuständige Behörde"?
Finanzamt? Steuerberater?

Vielen Dank.
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.07.2009 | 23:57

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich möchte Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Für die amtliche Aufnahme des Verzeichnisses sind nach Bundesrecht die Notare zuständig (§ 20 BNotO).

Daneben bestehen landesrechtlich besondere Zuständigkeiten.

Welche dies in Ihrem Einzelfall sind und ob solche bestehen, kann auf Grund fehlender Angaben zum Sachverhalt nicht abschließend beurteilt werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen dennoch Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Für zukünftige Fragen und Problemlösungen stehe ich Ihnen jederzeit gerne wieder zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67940 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke, Herr RA Schröter, für die verständliche Erklärung meines Sachverhaltes. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle Antwort, auch auf die Rückfrage. Problem wurde geklärt, jetzt fühlt man sich schon gleich besser gewappnet gegen ggf. unberechtigt eintreffende Forderungen :) ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Bin top zufrieden. Auch bei einer dritten Nachfrage per E-Mail wurde meine Frage abschließend beantwortet. Gerne jederzeit wieder. ...
FRAGESTELLER