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Erbe Pflichtteilanspruch


09.08.2015 11:28 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Ihre Frage betrifft das Erbrecht. Sie fragen u.a. nach dem Pflichteilsanspruch nach B (=Erblasser B). Regelungen finden sich in §§ 2303 ff BGB. Hintergrund sidnd zwei Erbfälle kurz hintereinander. Es gibt ein Berliner Testament.


A und B sind in 2. Ehe verheiratet, Zugewinngemeinschaft, Berliner Testament, Immobilie vorhanden, beide Ehepartner zu je 1/2 im Grundbuch eingetragen.
A hat aus erster Ehe 3 Kinder.
B hat aus erster Ehe 1 Kind.
Alle Kinder sind über 40 Jahre alt, aus der gemeinsamen Ehe keine Kinder.
A verstirbt, kein Kind aus erster Ehe verlangt Pflichtteil
B verstirbt unerwartet 6 Monate später, so dass B nach dem Tod von A das Grundbuch nicht mehr berichtigen konnte.
Nach dem Tod von A und B stehen nun beide noch im Grundbuch.
2 Kinder von A sind als Erben im Testament bedacht worden. 3. Kind erhält Pflichtteil
Kind von B ist enterbt worden und hat Anspruch auf Pflichtteil.
Bemisst sich der Pflichtteilanspruch von Kind von B auf die ganze Immobilie oder nur auf den 1/2 Anteil von B.?

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich im hiesigen Format (www.frag-einen-anwalt.de) wie folgt beantworten:

Ihre Frage betrifft das Erbrecht. Sie fragen u.a. nach dem Pflichteilsanspruch nach B (=Erblasser B). Regelungen finden sich in §§ 2303 ff BGB. Hintergrund sind 2 Erbfälle kurz hintereinander. Es gibt ein sog. Berliner Testament.

Der Pflichtteilsanspruch von B's Kind (BK) bemisst ssch nach dem Wert des Nachlass des B. Ist ein Abkömmling (BK) des Erblassers (B) durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen, so kann er von dem Erben den Pflichtteil verlangen. Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.

§ 2311 BGB Wert des Nachlasses
(1) Der Berechnung des Pflichtteils wird der Bestand und der Wert des Nachlasses zur Zeit des Erbfalls zugrunde gelegt. Bei der Berechnung des Pflichtteils eines Abkömmlings und der Eltern des Erblassers bleibt der dem überlebenden Ehegatten gebührende Voraus außer Ansatz.
(2) Der Wert ist, soweit erforderlich, durch Schätzung zu ermitteln. Eine vom Erblasser getroffene Wertbestimmung ist nicht maßgebend.

Damit kommt es zur „Gretchenfrage" welche Vermögenswerte sich im Nachlass der B befanden. B ist - ggf. zu erheblichen Teilen (§ 1371 BGB !) Erbe des wenn auch nur kurz zuvor vorverstorbenen A geworden. Von dessen Vermögen (1/2 Immobilie) dürfte B neben den Kindern des A 1/2 geerbt haben vgl. § 1931 BGB und § 1371 BGB.

B sollte also zu 3/4 Eigentümer der Immobilie sein (1/2 von vorneherein zzgl 1/4 ererbt von A). Das das Grundbuch (wie häufig) noch nicht berichtigt wurde ändert daran nichts.

Der Pflichtteilsanspruch von BK beläuft sich INSOWEIT KEINE ANDEREN TESTAMENTARISCHEN REGELUNGEN GETROFFEN WURDEN, also einen Geldanspruch in Höhe von 1/2 der Erbschaft nach B (und damit gemünzt auf die Immobilie, den hältigen Wert von 3/4 (=3/8). Der Anspruch richtet sich gegen die Erben der B.

In allen Fällen sollte das Ehegattentestamet in Form des Berliner Testaments genauer in den Blick genommen werden. Es geht ja um zwei Erbfälle wobei das Erbe nach dem A ebenfalls noch ungeteilt sein könnte (Stichwort ungeteilte Erbengemeinschaft, Untererbengemeinschaft.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Gerne weise ich Sie darauf hin, dass Sie die kostenlose Nachfragefunktion nutzen können.

Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.08.2015 | 12:43

Das vorhandene Berliner Testament lautet wie folgt:
Wir setzen uns gegenseitig zu Erben ein. Der Überlebende ist mithin der alleinige Erbe. Erst nach dessen Tod soll der Nachlass an die beiden Töchter von A fallen. Der Sohn von A wird enterbt.

Der Sohn von B erhält den Pflichtteil aus dem Erbe des Vaters.

Wenn unsere Kinder von dem Überlebenden den Pflichtteil verlangen, so geschieht das gegen unseren Willen.

Sollte wir beide gemeinsam versterben, so geht das Erbe vollständig an die Töchter von A, der Sohn von B erhält den Pflichtteil aus dem Erbe des B.

Trifft Ihre Antwort weiterhin zu?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.08.2015 | 17:42

Sehr geehrte(r) Fragenstellr(in),

also dieses Testament enthält schon beachtliche Regelungen, und wäre eben auslegungsbedürftig, weil es m.E. ein atypisches Berliner Testament ist.

Ich bitte um Verständis, dass nur eine Nachfrage zur ursprünglichen Frage, nicht eine neue Frage zu einem Testament beantwortet werden kann.

Das Testament nennt ja unterschiedliche Ermassen ...

Mine Antwort müsste wohl modifiziert werden.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Lautenschläger
RA P. Lautenschläger


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