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Erbe / Miteigentum

| 05.05.2010 17:31 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


21:52
SACHLAGE: Im August vergangenen Jahres ist unser Vater verstorben. Unsere Mutter erbt per Ehevertrag alles, wir Kinder bekommen die Pflichtteile. Seit vergangenen August arbeitet unsere Mutter an der Vermögensaufstellung, lässt sich dabei nicht helfen (will sich nicht in die Karten schauen lassen) und hat angekündigt, dass sie wohl noch bis Mitte nächsten Jahres (!) braucht, bis letztendlich alles so weit vorbereitet ist, dass wir unser Erbe antreten können. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es so sein, dass die auf uns Kinder entfallenden Pflichtteile dann in Form von Miteigentumsanteilen an unterschiedlichen, vermieteten Immobilien in unser jeweiliges Eigentum übergehen, aus denen uns dann die Mieten anteilig zustehen.
FRAGE 1.) Kann sich unsere Mutter beliebig lange Zeit nehmen um das Erbe an uns Pflichtteilberechtigte weiterzugeben ? (dass dies spätestens innerhalb von 3 Jahren passieren muss, weil wir danach keine Pflichtteilansprüche mehr geltend machen können ist uns bereits bekannt)
FRAGE 2.) Ab welchem Zeitpunkt stehen uns die anteiligen Mieten zu, ab dem Todestag unseres Vaters oder ab dem Tag wenn die Pflichtteile in unser Eigentum übergehen, was in diesem Fall einen großen Unterschied macht (und einzig von dem „Arbeitseifer“ unserer Mutter abhängt)
05.05.2010 | 18:27

Antwort

von


(562)
Mädewalder Weg 34
12621 Berlin
Tel: 030.56702204
Web: http://www.RafBB.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

als Pflichtteilsberechtigter haben Sie keinen Anspruch am Erbe sondern nur am Wert in Höhe Ihres Pflichtteils; § 2303 BGB .

D.h. Sie haben keinen Anspruch auf einen Erbanteil sondern nur auf Auszahlung des Wertes Ihres Pflichtteils in Geld. Da Sie einen Anspruch auf Geldleistung haben, haben sie keinen Anspruch auf die Erträge die nach dem Erbfall aus dem Nachlass entstehen.

Gem. § 2314 BGB haben Sie gegenüber dem Erben einen Auskunftsanspruch über den Wert des Nachlasses. Sie können verlangen, dass das Verzeichnis durch die zuständige Behörde oder durch einen zuständigen Beamten oder Notar aufgenommen wird.

Die Auskunft hat der Erbe in angemessener Frist zu erteilen. Für einen ersten Überblick über den Nachlass ist eine Frist von 4 Wochen idR angemessen. Im Detail kann eine längere Frist bei der Wertermittlung angemessen sein. Der Erbe kann aber zumindest die die Erbgegenstände deren Werte noch zu ermitteln sind benennen.

Grundlage für die Wertberechnung des Nachlasses ist der Todestag des Erblassers.

Sie sollten daher Ihre Mutter auffordern Auskunft über den Nachlass und deren Wert zu geben.

Wenn Sie bereits jetzt befürchten, dass der Nachlass nicht vollständig angegeben werden wird oder zu Ihren Lasten 'kleingerechnet' wird, rate ich Ihnen einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl bereits jetzt mit Ihrer Vertretung zu beauftragen.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird. Auch eine größere örtliche Entfernung steht einer Mandatsübernahme nicht im Wege, da die Kommunikation auch gut über Telefon, EMail, Post und Fax erfolgen kann.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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Rückfrage vom Fragesteller 05.05.2010 | 19:53

Vielen Dank für Ihre Auskunft, eine Kleinigkeit ist mir jedoch noch nicht ganz klar: wenn ich Anspruch auf eine Auzahlung in Höhe des Pflichtteils habe, und dieser Anspruch sich auf den Todestag des Erblassers bezieht, habe ich dann auch, unter Berücksichtigung des relativ langen Zeitraums bis zur Auszahlung, Anspruch auf eine Verzinsung ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.05.2010 | 21:52

Sehr geehrter Fragesteller,

um eine Verzinsung fordern zu können, muss der Pflichtteil vom Erben gefordert worden sein. Erst dann kommt der Erbe in Verzug und Sie haben Anspruch auf Verzugszinsen.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 06.05.2010 | 09:32

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