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Erbe Hauskredit mit Grundschuld......

28.01.2013 19:50 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Hallo,habe meinen Fall schon einmal geschildert. Meine Mutter ist Vor 1,5 Jahren gestorben und ich wurde als Alleinerbe eingesetzt . Mein Bruder wurde enterbt, soweit habe ich auch alles verstanden.Ich habe zu Lebzeiten meiner Mutter einen Kredit aufgenommen zur Instandhaltung ihres Hauses(eine Baufinanzierung). Ich Wohnte nicht in dem Haus und das Haus gehörte auch noch nicht mir.Für den Kredit hat meine Mutter mit ihrem Haus gebürgt. Sie verstarb und mein Bruder Klagt jetzt seinen Pflichtteil ein. Kann ich die Kreditschuld die ich bezahle für das Haus( 70000,- mit Zinsen) Vom Hauswert abziehen????? denn sonst würde ich ja mein investiertes nochmal an ihn zahlen........ Er Kommt mir mit dem Beschluss Vom BGH von 2010 das eine dingliche Verbindlichkeit ausser Ansatz bleibt..... Bitte um konkrete Antwort. Danke

Sehr geehrte(r) Ratsuchender(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Es ist zunächst richtig, dass der BGH (Az.: IV ZR 51/09)sich mit der Frage beschäftigt hat, wie eine dingliche Belastung an einem Nachlassgegenstand im Rahmen der Pflichtteilsberechnung zu berücksichtigen ist.

Ich gehe davon aus, dass eine Inanspruchnahme der Grundschuld durch Ihre Bank noch nicht erfolgte. Bei der Berechnung von Pflichtteilsanspruchen sind, so die Entscheidung des BGH, dingliche Belastungen von Nachlassgegenständen als zweifelhafte Verbindlichkeiten gem. § 2313 II 1 BGB bei der Nachlassbewertung nicht zu berücksichtigen, solange ihre tatsächliche Verwirklichung unsicher ist, dass heißt die Grundschuld nicht fällig ist. Ein Abzug vom Nachlass ist daher zur Zeit nicht möglich, vielmehr spielt die Belastung zunächst keine Rolle. Der Pflichtteilsanspruch wird daher nicht reduziert. Erst wenn die Grundschuld, z.B. bei Kündigung Ihres Darlehens in Anspruch genommen wird, ist das beim Pflichtteilsanspruch zu berücksichtigten und auch nachträglich zu korrigieren. Sie müssten somit einen Weg suchen, wie Sie die Grundschuld fällig stellen. Um Ihnen hier den richtigen Rat zu geben, wäre eine Prüfung der Kreditunterlagen notwendig.

Es bleibt jedoch auch eine andere Betrachtungsweise. Bei der Wertermittlung des Nachlasses ist zunächst der Aktivbestand festzustellen, in Ihrem Fall also der Wert des Grundstücks (zunächst ohne Grundschuld). Von diesem Aktivbestand sind sämtliche Nachlassverbindlichkeiten abzuziehen. In Ihrem Fall kann man davon ausgehen, dass Sie Ihrer verstorbenen Mutter ein Privatdarlehen für die Sanierung des Hauses gewährt haben, welches Sie wiederum von Ihrer Bank erhalten haben. Das Geld floss ja letztendlich in das Haus und kam Ihrer verstorbenen Mutter zugute.
Ich empfehle Ihnen, diesen Aspekt bei der Berechnung des Wertes anzugeben. Letztendlich trägt Ihr Bruder die Beweislast dafür, dass die geltend gemachte Nachlassverbindlichkeit nicht besteht (Palandt, BGB, § 2311, Rdnr. 2).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen. Bei Fragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragemöglichkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Herrmann
Rechtsanwältin


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin Ramona Herrmann, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 28.01.2013 | 21:15

Danke Erstmal für die Antwort,ich kann die Baulichen Maßnahmen am Haus anhand von Rechnungen und Bildern belegen.Meine Mutter hat den Kredit vertag auch unterschrieben. Was würden sie sagen wie meine Chancen vor Gericht stehen...... Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.01.2013 | 21:44

Da Ihre Mutter den Kredítvertrag mit unterzeichnet hat, ist das Darlehen eine Nachlassverbindlichkeit und vom Aktivbestand abzuziehen. Der Wert des Nachlasses reduziert sich somit. Vor Gericht hätten Sie sicherlich - vorbehaltlich einer rechtlichen Prüfung Ihrer Unterlagen - gute Erfolgschancen. Gern unterstütze ich Sie dabei.

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