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Erbe / Besteuerung

24.10.2008 11:32 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Guten Tag,
folgender Fall: Wir sind drei Geschwister (meine Schester, verheiratet; meine Bruder, verheiratet, lebt in der Schweiz und ich,ledig, lebe ebenfalls in der Schweiz)
Mein Vater (bereits verstorben) und meine Mutter haben unser Elternhaus unserer Schwester verkauft (2/3) und vererbt (1/3). Von dem Verkaufswert (2/3) haben
sie eine Eigentumswohnung gekauft, welche nach dem Tod meiner Mutter in Zukunft meinem Bruder und mir je zur Hälfte gehören wird (ist alles im Testament
geregelt und notariell abgesegent). Nun zu meiner Frage: Da ich bereist öfters gehört habe, dass sich hinsichtlich Besteuerung etc. in 2009 oder in den folgenden
Jahren etwas ändert, stellte sich die Frage, ob unsere Mutter meinem Bruder und mir (oder nur mir oder nur meinem Bruder) das Haus bereits jetzt überschreibt/schenkt.
Wäre dies steuerlich günstiger bzw. hat es überhaupt irgendwelche steuerlichen Auswirkungen (in Deutschland), da wir ja beide in der Schweiz leben und auch
dort besteuert werden?! Was ist hier zu beachten? Herzlichen Dank,
Grüsse

Sehr geehrter Fragesteller,

Aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Nach den bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz bzw. den Kantonen, werden Erb- und Schenkungsvorgänge nach deutschem Recht versteuert, wenn der Erblasser bzw. Schenker seinen Wohnsitz in Deutschland hat.
Demnach würde eine Erbschaft oder eine Schenkung in Ihrem Fall - da Ihre Mutter Ihren Wohnsitz in Deutschland hat – nach deutschem Recht besteuert.
Grundsätzlich werden Schenkung und Erbschaft gleich hoch besteuert und haben demnach grundsätzlich auch die gleichen Freibeträge. Vorteil der Schenkung ist lediglich, dass die Freibeträge alle zehn Jahre geltend gemacht werden können.
Bei der nun anstehenden Erbschaftssteuerreform werden diese Freibeträge nun deutlich angehoben. Jedoch wird im Gegenzug die Bewertung der Immobilie anders vorgenommen. Damit aber kommt es für eine Beurteilung, ob eine Schenkung vor der Reform günstiger ist, entscheidend darauf an, welchen Wert die Immobilie hat. Die jetzt für Sie und Ihre Geschwister geltenden Freibeträge sind im Moment noch jeweils 205.000 €. Bekommen Ihr Bruder und Sie im Rahmen einer Schenkung oder Erbschaft nur die Wohnung, so wäre der 410.000 € überschreitende Wert der Immobilie zu versteuern, wenn Sie und Ihr Bruder die Wohnung zu gleichen Teilen bekommen würden.
Bei einem anderen Erwerb zu Lebzeiten als der Schenkung, haben Sie – auch entsprechend der Doppelbesteuerungsabkommen ggf. Grunderwerbsteuer zu zahlen, wenn mit dem Erwerb der Wohnung der Erwerb eines Grundstücks verbunden ist.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 24.10.2008 | 13:52

Herzlichen Dank mal,
also der Wert der ETW beträgt so ca. 180 TEUR, d.h. pro Erben ca. 90 TEUR. Wenn ich Ihre Worte richtig interpretiere, ist es wohl das beste, es so weiter laufen zu lassen, wie es lt. Testament geregelt ist, denn dann wäre das Erbe ja auch "erbsteuerfrei", oder? (d.h. welche konkreten "Kosten" würden denn auf uns zu kommen, wenn wir bspw. in 15 Jahren erben würden); Und durch die Schenkung entsteht uns ja kein Vorteil, eher im Gegenteil, da man in der Schweiz wohl jährliche Vermögenssteuer zahlen müsste, wie ich mir habe sagen lassen!?
FG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.10.2008 | 14:12

Sehr geehrter Fragesteller,

sollte die Wohnung nach der Bewertung durch das Finanzamt lediglich 180.000 € wert sein und Sie und Ihr Bruder nichts weiter erben, so fällt keine Erbschaftssteuer an. Demnach kämen keine „Kosten“ auf Sie zu.
Es ist richtig, dass die Vermögenssteuer in der Schweiz einmal jährlich anfällt.
Somit ist die jetzige Regelung für Sie momentan am günstigsten.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

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