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Erbe / Berliner Testament + Ablehnung des Testamentsvollstreckers laut Testament

| 04.04.2013 11:38 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


1997 haben meine Eltern ein Berliner Testament gemacht.
2001 ist mein Vater gestorben. Jetzt Ende März 2013 ist meine Mutter gestorben.
Im Testament steht impizit, : Mein Bruder erhält die Münzsammlung. Nach dem Tod meines Vaters gab mir meine Mutter einen Teil der Münzsammlung zum Ausgleich des Wertverlustes der Briefmarkensammlung, der inzwischen eingetreten war. Was gilt? Das alte Testament? Oder die freihändige Übergabe des Teils der Münzsammlung der Erbin d.h. von meiner Mutter?
Meine Schwester akzeptiert meinen Onkel als Testamentsvollstrecker nicht. Was hat das für Konsequenzen und Kosten?

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1.

Aus Ihrer Schilderung entnehme ich, daß ein wechselseitiges Testament (Berliner Testament) Ihrer Eltern vorliegt. Was die Münzsammlung angeht, die Ihr Bruder erhalten sollte, dürfte es sich um ein Vermächtnis handeln. D. h., nachdem Ihr Vater verstorben ist, hatte Ihr Bruder gegen die Erbin, also gegen Ihre Mutter, einen Anspruch auf Erfüllung des Vermächtnisses, mithin einen Anspruch auf Herausgabe der Münzsammlung. Dieser Anspruch ist nicht dadurch erloschen, daß Ihre Mutter entgegen dem letzten Willen Ihres Vaters Ihnen die Münzsammlung übergeben hat.

Damit gilt das, was im Testament verfügt worden ist. Ggf. könnte Ihr Bruder Erfüllung der letztwilligen Verfügung verlangen.

2.

Obwohl der Sachverhalt hierzu nichts sagt, gehe ich davon aus, daß Ihr Onkel in dem Testament bereits als Testamentsvollstrecker benannt worden ist.

Wenn der Testamentsvollstrecker in der letztwilligen Verfügung Ihrer Eltern benannt worden ist, bleibt er Testamentsvollstrecker, d. h., ob Ihre Schwester den Onkel als Testamentsvollstrecker akzeptiert oder nicht, ist unerheblich. Der Testamentsvollstrecker wird sein Amt entsprechend wahrnehmen. Allerdings hat der Testamentsvollstrecker seinerseits die Möglichkeit, das Amt abzulehnen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 04.04.2013 | 12:38

Es gibt da noch den Passus:
§9
Der Längstlebende von uns soll berechtigt sein, über das eigene und das ererbte Vermögen abweichend unter Lebenden und von Todes wegen zu verfügen, ohne durch die Bestimmungen dieses Testaments in irgendeiner Form gehindert zu sein.

Gilt ihre Antwort dann immer noch?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.04.2013 | 14:18

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Durch den nun erstmals genannten Passus der letztwilligen Verfügung ergibt sich eine völlig andere Rechtslage.

Ihre Mutter war danach also berechtigt, die Münzsammlung Ihnen zu überlassen.


2.

Hieraus sehen Sie, daß es stets auf den vollständigen Inhalt eines Testaments ankommt. Deshalb ist es immer problematisch, nur Fragmente bekannt zu geben.

Die Rechtslage, die sich aufgrund der Fragestellung ergibt, ist vollkommen anders als jene, die auf dem ergänzenden Sachverhalt durch die "Nachfrage" basiert.

Eine präzise Sachverhaltsschilderung ist aber die Grundvoraussetzung für eine rechtliche Beurteilung.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 04.04.2013 | 12:49

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

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"eigentlich o.k.
Ich selber hätte meine Frage besser stellen können!"
Stellungnahme vom Anwalt:
Hier sieht man deutlich, wie wichtig es ist, den Sachverhalt vollständig zu schildern. Aufgrund der Eingangsfrage ergibt sich eine völlig andere Rechtslage als auf der Grundlage der Ergänzung über die Nachfragefunktion. Wenn es also um die rechtliche Würdigung von Schriftstücken, wie Testamenten, Verträgen usw. geht, sollte man diese Schriftstücke entweder vorlegen oder den Text vollständig im Rahmen der Frage wiedergeben.
FRAGESTELLER 04.04.2013 4/5,0
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