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Erbe, erst kein Testament nun doch. Was ist zu tun

06.08.2019 18:28 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


08:59

Folgender Fall: Mein Vater verstarb Ende Juni. Es gibt meine Mutter und mich den Sohn.
Erbe ist ein Einfamilienhaus, Bargeld, KFZ, Unfallversicherung und Investmentfonds.

Meine Mutter und ich hatten vor drei Wochen einen Notar Termin um den Erbschein zu beantragen und das Haus im Grundbuch zu ändern. Nach besten Möglichkeiten haben wir den Antrag ausgefüllt.
Meine Mutter war von Anfang an wenig kooperativ was Unterlagen usw. anging.
Beim Notar hat meine Mutter unter Eid ja ausgesagt das es kein Testament gibt.
Nun erhielt ich vor gut 1,5 Wochen ein schreiben des Notars zur Kenntnisnahme.
In diesem steht das meine Mutter nun ein Testament eingereicht hat als Kopie und in der Notars Kanzlei gesagt hat, sie hätte das Original zerrissen. Der Notar schreibt das er uns beide zum Termin sehen möchte und sie sich dort wegen des Termins melden soll. Weiter schreibt er das sie ja unter Eid ausgesagt hätte es gäbe keins und den Ursprungsantrag so nun nicht an das Gericht senden kann.
Ich hatte meine Mutter mehrfach gebeten einen Termin beim Notar zu veranlassen. Dies war nicht geschehen, sie weigerte sich. Nun habe ich einen Termin veranlasst und dieser ist in 2 Tagen. Meiner Mutter habe ich selbstverständlich den Termin genannt. Sie verhält sich sehr merkwürdig, legt auf wenn ich anrufe und hat mir die Kontovollmacht entzogen des gerade neu eingerichteten Kontos.
Ich weiß nicht was im Testament drinnen steht, geschweige ob es alt, neu oder dergleichen ist.
Frage: Wie geht es nun hier weiter? Erkennt das Gericht eine Kopie an?
Was ist zu tun wenn meine Mutter nicht zum Notar Termin erscheint?
Ich glaube meine Mutter hat Angst das ich ihr die Butter vom Brot nehme, vorab hätte ja jeder 1/2 geerbt.

06.08.2019 | 19:00

Antwort

von


(1777)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Entscheidend ist grundsätzlich das Orginal des Testaments. Ausnahmen kann es aber trotzdem geben:

Grundsätzlich ist der Nachweis von Form und Inhalt eines nicht mehr vorhandenen Testaments mit allen zulässigen Beweismitteln möglich, wobei ein strenger Maßstab gilt.

Hat derjenige, welcher sein Erbrecht aus dem nicht mehr vorhandenen Testament herleitet, dieses selbst vernichtet, sind an den Nachweis nochmals erhöhte Anforderungen zu stellen.

Das sind die zwei Leitsätze der Entscheidung des OLG Frankfurt a. M., Beschluss vom 27.12.2018 – 20 W 250/17 z. B.

Von daher wird der Notar sehr strenge Anforderungen daran stellen.
Zum Nachweis der Erbfolge kann eine Kopie des Originaltestaments genügen, wenn dadurch die formgerechte Errichtung des Originaltestaments nachweisbar ist. Hierzu bedarf es eines Schriftsachverständigengutachtens, wobei der Sachverständige dazu berufen ist, sich zur Frage der Echtheit der Unterschrift auf dem Originaltestament zu erklären.

Das hat zum Beispiel das OLG Köln entschieden, Beschluss vom 02.12.2016 – 2 Wx 550/16 .

Wer sich auf das Testament beruft, also das er Nacherbe oder Miterbe geworden ist, muss also die Echtheit beweisen, auch das es die Kopie eines wirksamen Testamentes ist.

Das kann jetzt auch im Erbscheinsverfahren erfolgen.

Ihre Mutter muss nicht unbedingt an dem Termin teilnehmen, Sie können auch allein das Erbscheinsverfahren für sich weiter beantragen und verfolgen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 07.08.2019 | 06:56

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort..

Ich selber habe dann nichts zu befürchten? Weil ich ja beim Notar auch unter Eid unterschrieben habe aber von einem Testament nichts wusste.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.08.2019 | 08:59

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Nein, da Sie nichts davon gewusst haben, von dem Testament, haben Sie nichts zu befürchten, zumal nach deren vorgeblicher Mitteilung nur Ihre Mutter davon wusste und es zerrissen hatte.
Das ist aufzuklären.
Sie selbst sind entlastet.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

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