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Erbe, Demenz, Hausverkauf

10.05.2021 13:24 |
Preis: 60,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Situation: Eltern (Vater verstorben, Mutter stark dement), gesetzlicher Güterstand, Berliner Testament.
Seit Tod des Vaters lebt Mutter im Seniorenheim, Haus steht leer.
Vermögen: 150.000€ Kontoguthaben, Einfamilienhaus ca. 400.000€
2 Kinder

Fragen zum Erbfall:
Haben die Kinder durch den Todesfall des Vaters und die Wirkung des Testaments 1/16 des Gesamtvermögens geerbt (also quasi einen Anspruch auf insgesamt 40.635 EUR) oder
1/16 des Kontoguthabens (9.375€) und 1/16 Miteigentümer-Anteil am Haus (also quasi das Recht, ins Grundbuch eingetragen zu werden)?
Wäre im Fall des Miteigentums eine Bewertung des Hauses erforderlich (weil der Bruchteil ja feststeht und der Wert quasi keine Rolle spielt)?
Kann ein Kind durch die anderen Erben (Mutter+anderes Kind) gezwungen werden, die Geldabfindung in Höhe von 40.635 zu akzeptieren oder hat es einen Anspruch auf den Miteigentumsanteil am Haus?

Fragen zur Hausveräußerung
Die Mutter ist dement und offensichtlich geschäftsunfähig. Es ist kein Betreuer bestellt und derzeit kümmert sich ein Kind um die Finanzen (aufgrund einer Vorsorgevollmacht).
Hat das zur Betreuung bevollmächtigte Kind die Pflicht, das Haus zu bewirtschaften (z.B. für eine Vermietung zu sorgen) oder ergeben sich aus einer Betreuungsvollmacht nur Rechte aber keine Pflichten?
Ist in dieser Situation ein Verkauf des Hauses möglich?
Wie sind die Formalitäten, muss zwingend vorher ein Betreuer für Vermögenssorge bestellt werden, muss das Betreuungsgericht der Veräußerung zustimmen?
Wie wird für den Veräußerungsfall der Wert ermittelt, genügt die Bewertung durch einen Makler?

10.05.2021 | 16:20

Antwort

von


(571)
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Tel: 05031/951013
Web: http://www.anwaeltin-holzapfel.de
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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Als Berliner Testament bezeichnet man ein Testament, in dem sich Ehepartner gegenseitig zu Alleinerben einsetzen und einen oder mehrere Schlusserben für den zweiten Todesfall (häufig die gemeinsamen Kinder) bestimmen.

Demzufolge erben beim Berliner Testament nach dem ersten Todesfall die Kinder gar nicht, Alleinerbe wird der überlebende Ehepartner. Die Kinder haben nur einen Pflichtteilsanspruch, den sie nach dem Tod des ersten Elternteils geltend machen können. Mit einer Pflichtteilsstrafklausel wird diese Option im Regelfall zur unattraktiven Alternative gemacht.

Wenn ein Berliner Testament vorliegt, erben die Kinder - wenn sie als Schlusserben eingesetzt worden sind - also erst nach dem Tod der Mutter. Sie können nur den Pflichtteil geltend machen, der innerhalb von drei Jahren nach dem Tod des Vaters zum Jahresende verjährt bzw. verjährt ist. Dieser ist nur ein Anspruch auf eine Zahlung in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Der Pflichtteilsberechtigte wird nicht Miterbe und kann keine Ansprüche auf die Immobilie stellen.

Zur Hausveräußerung wäre zunächst zu klären, ob die Vorsorgevollmacht inhaltlich auch die Veräußerung der Immobilie umfasst und ob sie notariell beurkundet bzw. zumindest beglaubigt ist. Sollte das der Fall sein, kann eine Veräußerung erfolgen. Andernfalls müsste ein Betreuer bestellt werden. Eine Zustimmung wird aller Voraussicht nach erteilt, wenn die Veräußerung zum Marktpreis und nicht „unter Wert" erfolgt.

Es wäre sinnvoll, zuvor mit dem Betreuungsgericht wegen des Wertes Kontakt aufzunehmen. Z. T. werden Gutachten angefordert, in anderen Fällen genügt die Einschätzung durch einen Makler oder das Kreditinstitut, das die Immobilie finanziert (hat).

Eine „Pflicht zur Vermietung" ergibt sich aus der Vorsorgevollmacht nicht.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.



Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


ANTWORT VON

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