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Erbe, Anspruch verjährt?

18.08.2011 09:27 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


13:33

Erbe, Anspruch verjährt?
Vor 13 Jahren trat ein Erbfall ein. 2 erwachsene Kinder erbten zu je 50% im Wege der gesetzlichen Erbfolge ein Haus.

Nun meldet sich eine angebliche Halbschwester, die aus einer unehelichen Verbindung des Erblassers stammt, und meldet Erbansprüche an. Sie wußte allerdings schon zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers, dass sie seine Tochter ist, er hat das aber nie juristisch anerkannt.

Besteht dennoch ein Anspruch oder ist dieser verjährt?

18.08.2011 | 10:13

Antwort

von


(1164)
Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:



Wenn die Vaterschaft der Halbschwester nicht nach § 1592 BGB feststeht, kann die Halbschwester auch keinen Erbanspruch geltend machen.

Darüber hinaus wäre ein etwaiger Anspruch auch nach § 195 BGB (Regelverjährung 3 Jahre) verjährt.



Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.



Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 18.08.2011 | 10:26

Danke für die schnelle Antwort Herr Rechtsanwalt.

Mein Anwalt verwies auf §199 (3a) BGB, wonach die Frist allerdings 30 Jahre betragen soll.

Dass der Anspruch erst nachgewiesen werden muß (Gentest, Exhumierung usw.), ist klar und soll als vorausgesetzt angesehen werden.

VG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.08.2011 | 13:33

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Seit dem 01. Januar 2010 verjähren erbrechtliche Ansprüche in drei Jahren. Das gilt, wenn der Gläubiger von den anspruchbegründenden Umstände und von der Person des Schuldners Kenntnis hat.

Ausgenommen von dieser Regelverjährung sind Ansprüche

a) des wirklichen Erben gegen den Erbschaftsbesitzer

b) des wirklichen Erben gegen den Erbschaftsbesitzer auf Aufskunft über die Erbschaft

c) des Nacherben gegen den Vorerben auf Herausgabe der Erbschaft

d) des Erben gegen den Besitzer eines unrichtigen Erbscheins auf Herausgabe an das Nachlassgericht.

Für Ansprüche, die auf einem Erbfall beruhen oder die die Kenntnis einer Verfügung von Todes wegen voraussetzen, gilt die Verjährungshöchstfrist von dreißig Jahren nach § 199 IIIa BGB .
Hierunter fallen bspw. Pflichtteils- und Vermächtnisansprüche sowie der Anspruch auf Zugewinnausgleich eines enterbten Ehegatten.



Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth


ANTWORT VON

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