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Erbausschlagung - muss ich danach tätig werden?


13.02.2006 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Mein Vater ist am 21.1.06 verstorben. Ich habe das Erbe am 10.2.06 ausgeschlagen. Eine Rechtspflegschaft wurde nicht eingerichtet, da mein Vater weder Schulden noch Vermögen hatte.

Der Rechtspfleger am Amtsgericht hat mich aus moralischen Gründen gebeten, den Wohnungsvermieter und ebenfalls Versicherungen etc. über den Tod meines Vaters zu informieren.
1. Bin ich zu diesen Handlungen verpflichtet, nehme ich dadurch das Erbe an?

Mein Vater schenkte mir zu Lebzeiten einen Handy-Vertrag, der auf seinen Namen lief sowie von seinem Konto abgebucht wurde. Ich habe bis zum 31.1.06 mit diesem Handy(-Vertrag) telefoniert.
2. Habe ich dadurch das Erbe angetreten und bin ich dazu verpflichtet, die Januar-Rechnung des Handys selbst zu bezahlen? Wenn ja, nehme ich somit das Erbe an?

Das Konto meines Vaters habe ich am 31.1.06 gesperrt bzw. still gelegt, ich habe vorher noch Auszüge gezogen.
3. Muß ich mit Konsequenzen bezügl. der Auszüge rechnen, gehören diese zum Erbe?
13.02.2006 | 13:30

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich möchte sie sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Informationen wie folgt summarisch beantworten.
1. Da Sie nicht Rechtsnachfolger geworden sind, besteht insoweit grds. (von der Beerdigung abgesehen) keine Verpflichtung. Allerdings sollten Sie, da keine wesentliche Belastung, wenigstens die Sterbeurkunde an die genannten Stellen übersenden. Das Erbe nehmen Sie dadurch nicht an.

2. Auch durch Übernahme des Vertrages haben Sie die Erbschaft nicht angenommen; mangels Rechtsnachfolge sehe ich keine Verpflichtung, die Rechnung zu zahlen.

3. Natürlich gehört das Konto zum Erbe; das bloße Schließen dürfte aber keine Konsequenzen haben, lediglich die Entnahme von Geld dort.

Ich hoffe, dass Ihre Fragen mithin beantwortet worden sind. Ansonsten stehe ich für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 14.02.2006 | 22:42

Vielen Dank für Ihre Antwort!


Ich habe die Wohnung meines Vaters nach der Erbausschlagung beim Vermieter, eine Wohnungsbaugesellschaft, am 10.2.06 gekündigt, die Wohnungsschlüssel übergeben sowie eine Wohnungskündigung unterschrieben.
Nun soll ich mich laut schriftlichem Bescheid vom 13.2.06 beim Vermieter melden, um einen Termin zur Wohnungsübergabe zu vereinbaren, desweitern soll die Wohnung vorher geräumt und renoviert werden.
Habe ich mich durch meine Unterschrift zur Wohnungskündigung dazu verpflichtet trotz Erbausschlagung die Wohnung zu räumen?

Vielen Dank im voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.02.2006 | 12:07

Nein, durch die Ausschlagung, soweit sie wirksam erklärt wurde, entfallen alle erbrechtlichen Wirkungen. Damit waren sie rechtlich auch nicht in der Lage, entsprechende Erklärungen für den Erblasser abzugeben, die damit im Zweifel auch unwirksam sind. Von daher sind Sie auch nicht entsprechend verpflichtet, die Räumung der Wohnung pp. zu veranlassen. Inwieweit sie es allerdings als moralische Pflicht empfinden, bleibt Ihnen überlassen.

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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