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Erbausschlagung d. Testaments-Erbin, welche Erbfolge bei enterbten Kindern?

| 20.07.2018 03:18 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer


Guten Tag,
folgender Sachverhalt:
Ein Vater von 3 erwachsenen Kindern verstirbt, er setzte seine Freundin zur Alleinerbin in seinem Testament ein (= konkludente Enterbung der Kinder) und dem zusätzlichen Satz "Meine Kinder bekommen nichts.", es erfolgte keine namentliche Nennung.

Die Erbin überlegt, das rechtsgültige Testament auszuschlagen.
Bliebe in dem Fall die Enterbung der Kinder bestehen (und treten womöglich die Enkel in die Erbfolge ein) oder setzt durch die Erbenausschlagung die gesetzliche Erbfolge wieder ein?

Zusatzfrage:
Ändert sich die Quotierung der Pflichtteile (falls die Freundin das Erbe annimmt), wenn ein Teil der Kinder auf ihren Pflichtteil verzichten?

Herzlichen Dank!

Sehr geehrte Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Schlägt der testamentarisch eingesetzte Erbe das Erbe aus, ist zunächst der Wille des Erblassers zu ermitteln. "Meine Kinder bekommen nichts" kann dahingehend ausgelegt werden, dass auch für den Fall des Wegfalls des vorgesehenen Erbes, die Kinder von der Erbfolge ausgeschlossen sein sollen. Meines Erachtens muss dieser Satz aber dahingehend ausgelegt werden, dass die Erbeinsetzung der Freundin dadurch bekräftigt werden soll. Es wäre hier der tatsächliche Wille zu ermitteln was mit dieser Plattform nicht möglich ist.

Folgt man meiner Ansicht setzt die gesetzliche Erbfolge wieder ein, sodass im Endeffekt die Kinder erben würden. Für diese Position spricht auch, dass kein Ersatzerben bestimmt würde.

Hat der Erblasser die Kinder enterben wollen, würden diese bei der Verteilung nicht berücksichtigt. Wie gesagt, wäre hier die Motivation des Erblassers zu ermitteln.

Zusatzfrage: Jedes Kind erhält als Pflichtteil die Hälfte der gesetzlich vorgesehenen Summe. Fällt ein Kind durch Verzicht weg, erhöht sich der entsprechende Anteil der anderen nicht.

Ich hoffe Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.07.2018 | 09:08

Sehr geehrter Herr Krueckemeyer,

Die Intention des Erblassers wird die vollständige Enterbung der Kinder sein, der Satz ging weiter mit "sie haben sich nie um mich gekümmert".
Sämtliche Kinder sind im Kinderheim aufgewachsen, da der Vater sich nicht kümmerte.

Also werden wir der Erbin anraten, nicht das Testament auszuschlagen, da ansonsten wohl die Enkel die gesetzlichen Erben werden würden(?).

Herzlichen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.07.2018 | 11:05

Sehr geehrter Fragesteller,

Danke für die Nachfrage. Das ist natürlich die Schwäche einer Online-Beratung, dass es unmöglich ist alle Fakten zu kennen.

In diesem Fall muss man bei verständiger Würdigung wohl davon ausgehen, dass die Kinder unter keinen Umständen erben sollten.
Das Erbe wird dann so behandelt als hätten die Kinder zum Zeitpunkt des Erbfall es nicht gelebt, also erben die Enkel.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben. Sollten weitere Rückfragen bestehen können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.07.2018 | 09:10

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