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Erbausschlagung - bis zu welcher Ordnung der Erbfolge nötig ?

| 06.05.2012 21:25 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Ein Mensch ist verstorben und es gibt eindeutige Hinweise, dass 'kaum noch zu überblickende Verbindlichkeiten' vorhanden sind.
Weder Gläubiger noch Summe sind bekannt, vermutet wird eine etwas höhere Summe.
Der Mensch war alleinstehend, ohne Nachkommen.
Beide Elternteile haben innerhalb der 6 Wochen Erbausschlagung bekundet.
Es gibt Onkel und Tanten mit erwachsenen Kindern und minderjährigen Kindeskindern.

Frage: Bis wie weit muß in dieser Ordnung ausgeschlagen werden ?

Es gibt einige, die nicht auffindbar sind und welche, die nicht ausschlagen wollen (aus Unwissenheit). Für einige wird die Zeit nicht mehr reichen, die Frist endet in einer Woche.

Frage: Was passiert und wie können diese Verwandten sich wehren, wenn sie evtl.von den Gläubigern in Haftung genommen werden ?

Ich danke Ihnen für die Beantwortung.
Sollte die Beantwortung umfangreicher ausfallen als ich vermute, lassen Sie es mich wissen.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen aufgrund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Erbe wird jede Person, die mit dem Erblasser verwandt ist, sofern nicht vorrangige Personen Erbe werden/geworden sind. Grundsätzlich muss daher jeder Erbe für sich selbst ausschlagen, also auch Onkel und Tanten nebst Kindern sowie auch noch weiter entfernte Verwandte.

Die Ausschlagungsfrist von 6 Wochen beginnt erst ab dem Zeitpunkt zu laufen, sobald der "Erbe" sowohl vom Anfall der Erbschaft als auch vom tatsächlichen Berufungsgrund Kenntnis erlangt haben, § 1946, 1944 I BGB.

Deshalb können die Erben, die – derzeit - nicht auffindbar sind, immer noch ausschlagen, denn ihre jeweilige Frist (die Ausschlagungsfrist wird also individuell bestimmt) beginnt erst mit Kenntnis.

Dabei ist für den Fristbeginn gem. § 1944 II 2 BGB die Verkündung durch das Nachlassgericht massgeblich. Auf eine frühere, anderweitig erlangte Kenntnis kommt es daher nicht an..


Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, stehe ich Ihnen dazu selbstverständlich zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet würde.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Über eine positive Bewertung würde ich mich in jedem Fall freuen.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.05.2012 | 22:40

Müssen auch minderjährige Kinder ausschlagen ?

Wenn ja, wie geht das ?

Danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.05.2012 | 23:36


Sehr geehrter Fragesteller,

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Auch minderjährige Kinder müssen ausschlagen und zwar durch die jeweiligen gesetzlichen Vertreter.

Ich hoffe, ich habe damit Ihre Nachfrage beantworten können und würde mich über eine gute Bewertung freuen, andernfalls müssten Sie sich einfach nochmals melden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.05.2012 | 12:36

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FRAGESTELLER 07.05.2012 5/5,0
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