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Erbausschlagung - Folgen

| 24.07.2018 11:42 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Guten Tag.
Unsere verwitwete und mittlerweile demente Mutter hat kein Testament aufgesetzt. In ihrem Todesfall erben folgerichtig mein einziger Bruder und ich. Da ich seit Jahrzehnten mit meiner Mutter zerstritten bin, möchte ich nichts von ihr haben.

Frage 1: Wenn ich mein Erbteil ausschlage, erhält dann mein Bruder meinen Anteil oder meine erwachsene Tochter? Im letzteren Fall, wer erbt, wenn sie es auch ablehnt?

Frage 2: Wenn ich (oder auch meine Tochter) mein Erbteil ausschlage, gibt es dann eine Prüfung des hinterlassenen Vermögens? Sprich, muss mein Bruder, der sich seit Jahren um unsere Mutter kümmert (er hat eine Betreuungsvollmacht) sich dann auch noch mit Behörden/Finanzamt/Gericht etc. herumschlagen?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

1)
Wenn Sie das Erbe ausschlagen, rückt Ihre Tochter gemäß § 1953 Abs. 2 BGB an Ihre Stelle, da insofern die „Erbfolge nach Stämmen" im Sinne von § 1924 Abs. 3 BGB angewendet wird. Es wird also „so getan" als wären Sie verstorben. Wenn dann auch Ihre Tochter das Erbe ausschlagen sollte, würde der Anteil an Ihren Bruder gehen, der dann als das einzige Kind und somit Alleinerbe Ihrer Mutter gelten würde.

2)
Im Hinblick auf die Erbschaftssteuer wird Ihr Bruder eine entsprechende Erklärung gegenüber dem Finanzamt abgeben müssen. Ob es anschließend weitere Prüfungen und ggf. ein Gerichtsverfahren geben wird, kann erst in Kenntnis aller Details Ihres Falles beurteilt werden. Ihr Bruder muss sich jedenfalls um die Beerdigung und das Grab kümmern, zudem haftet er für alle Verbindlichkeiten Ihrer Mutter.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.07.2018 | 10:43

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 26.07.2018 4,8/5,0
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