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Erbausschlagung, was zählt zur Erbmasse


03.12.2006 14:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



sehr geehrte/r anwalt/- in,
vor 2 Wochen ist die Schwester meines Vaters verstorben.Da sie keine Kinder hatte und kein Testament, ist mein Vater erbberechtigt gewesen. Er hat das Erbe ausgeschlagen,da meine Tante schon zu Lebzeiten anderen Leuten das Geld geschenkt und auch so zwischendurch immermal wieder finanziell geholfen hat. Nun sagte mein Vater, das wir seine Kinder, zum Notar gehen müssen und ebenfalls das Erbe ausschlagen sollen. Das letzte mal hat meine Tante im Jahre 99 ca. 20TDM an diese Bekannten überwiesen, einen Tag bevor sie jetzt ins Krankenhaus kam und auch dort verstorben ist hat sie 1500 E vom Konto abgeholt, wovon nur 500 € in der Wohnung lagen. Die Bekannten, welche immer Geld von meiner Tante bekamen, hatten ihr versprochen sich dann mal um ihre Beerdigung zu kümmern usw..
nun meine Frage, eine Freundin meinte, daß alles was 10 Jahre vor dem Erbfall verschenkt wurde mit zur erbmasse zählt. Ist das so richtig und wenn ja wie mache ich das dann geltent, wenn die bekannten zwischenzeitlich alle Beweise vernichtet haben? Diese haben nämlich jetzt den Wohnungsschlüssel und wohnen direkt um die Ecke. wir verwandten wohnen alle ca 700 - 1000 km entfernt von dort. für Ihre baldige Antwort vielen Dank im vorraus

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Sehr geehrte Dame,

vorab möchte ich Ihnen mein Beileid aussprechen.
Im Rahmen Ihres Einsatzes beantworte ich die Frage wie folgt.
Die 10 Jahres Frist ist im Rahmen eines so genannten Pflichtteilsergänzungsanspruches relevant.
Dieser Anspruch bedeutet, dass ein Pflichtteilsberechtigter sein Pflichtteilsrecht so berechnen kann, als wäre die Schenkung nicht ausgeführt worden (vgl. § 2325 BGB). Voraussetzung ist aber, dass sie pflichtteilsberechtigt sind.
Die Ausschalgung kann man bei dem Amtsgericht abgeben oder bei einem Notar erklären.
Wer ausschlägt, macht den Weg für den nächsten Erben in der Erbfolge frei. Schlägt ein Elternteil aus, müssen anschließend die Kinder ausschlagen, um nicht zu erben.
Die Banken müssen Bankunterlagen 10 Jahre aufbewahren, so dass auch Kontobewegungen aus dem Jahre 1999 noch ersichtlich sind.
Im Hinblick, dass nur noch 500 EUR in der Wohnung lagen, haben Sie Beweisschwierigkeiten, wer das Geld an sich genommen hat.


Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung.

Beste Grüsse
RA Hermes

Nachfrage vom Fragesteller 05.12.2006 | 23:53

Sehr geehrter Herr Hermes,
vielen Dank für Ihre schnelle und hilfreiche Antwort. Ich habe mir nun einen Termin beim Notar besorgt und gehört, daß dieser dafür ca. 20 € Gebühren bekommt.Da ich minderjährige Kinder habe muß ich dies dann für diese auch tun und ebenfalls für jeden diese Gebühr bezahlen? Da ich Hartz IV bekomme ist das natürlich für mich viel Geld so kurz vor Weihnachten. Gibt es da keine andere Möglichkeit, schließlich will ich ja auch nix haben. Was passiert, wenn ich nicht zum Notar gehe? Schreibt mich dann das zuständige Gericht an? Meine Geschwister müssen wohl das gleiche tun, sagte mein Vater.
Vielen Dank im voraus.
MfG
eine unfreiwillige Erbin

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2006 | 17:29

Sie Können auf zum Nachlassgericht-Amtsgericht- und dort die Erbausschlagung für Sie selbst und auch für Ihre Abkömmlinge erklären; dies kostet für Sie und für Ihre Abkömmlinge sowie Ihre Schwestern m.E. auch nicht mehr als 20,-- EUR insgesamt. Falls Sie die Erbausschlagung nicht innerhalb der Frist erklären, gilt die Erbschaft als angenommen.Zuständig für die Entgegennahme und Protokollierung der Ausschlagungserklärung ist das Nachlassgericht, in dessen Bezirk der Erblasser zuletzt seinen Wohnsitz hatte.

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